Einsatzwagen geht in Flammen auf: "Schocksituation für den Feuerwehrmann"

Schöllkrippen/Alzenau - Ein Brand in einem Feuerwehrgerätehaus im Schöllkrippener Ortsteil Schneppenbach (Landkreis Aschaffenburg) hat am Samstag hohen Sachschaden verursacht.

Mithilfe des Frontladers eines benachbarten Landwirts konnte das brennende Fahrzeug aus der Halle ins Freie gezogen werden.
Mithilfe des Frontladers eines benachbarten Landwirts konnte das brennende Fahrzeug aus der Halle ins Freie gezogen werden.  © 5vision.media

Nach Angaben eines Sprechers der Polizeiinspektion Alzenau brach das Feuer vermutlich wegen eines technischen Defekts am späten Nachmittag aus.

Ein Feuerwehrfahrzeug sei komplett ausgebrannt. Der geschätzte Schaden soll im sechsstelligen Bereich liegen.

Bei dem ausgebrannten Fahrzeug handelt es sich um einen Mannschaftstransportwagen, wie ein Feuerwehr-Sprecher am Samstagabend mitteilte.

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Früh am Brandort eintreffenden Feuerwehrleuten sei es noch gelungen, ein Löschfahrzeug aus einer angrenzenden Halle ins Freie zu fahren, sodass es nicht auch noch ein Raub der Flammen wurde.

Der brennende Wagen wiederum sei mithilfe eines benachbarten Landwirts und einem Frontlader aus der Halle gezogen worden. Dadurch konnte der Schaden im und am Feuerwehrgerätehaus in Grenzen gehalten werden.

Rauch und Ruß hätten jedoch beide Fahrzeughallen einschließlich der Umkleidespinde der Einsatzkräfte mit deren persönlichen Schutzausrüstungen kontaminiert.

Feuerwehr zurzeit nicht einsatzfähig

Die Feuerwehr in Schneppenbach sei deshalb zurzeit "außer Betrieb", sagte Kreisbrandmeister Norbert Ries.

"Für den Feuerwehrmann ist das eine Schocksituation, wenn etwas eigentlich Undenkbares passiert", beschrieb Ries das ungewöhnliche Ereignis eines Brands bei der Feuerwehr. "Es wird ein bisschen dauern, bis man das verdaut hat."

Nach Angaben der Kreisbrandinspektion kamen rund 50 Einsatzkräfte und fünf Einsatzfahrzeuge bei der Brandbekämpfung zum Zuge.

Titelfoto: 5vision.media

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