Stadt prüft Möglichkeiten für höhere Aufwandsentschädigungen für Freiwillige Feuerwehr

Leipzig - Wie bereits angekündigt hat die Linke-Fraktion in der Stadtratssitzung eine Debatte angestoßen, inwiefern Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in Leipzig künftig für ihr wichtiges Ehrenamt entschädigt werden können. 

Der Stadtrat stimmte für eine Prüfung.
Der Stadtrat stimmte für eine Prüfung.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

In ihrer Rede unterstrich Linken-Stadträtin Dr. Olga Naumov noch einmal die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren in Leipzig. 

"Von den rund 8200 Einsätzen der Feuerwehr im Jahr sind bei 1950 die Kameraden der Feuerwehr entweder dabei oder alleine im Einsatz. Das sind rund 25 Prozent aller Einsätze. Die freiwillige Feuerwehr ist somit ein essentieller Bestandteil der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr", fasste Naumov zusammen. 

Zwar seien die ehrenamtlichen Kameraden immer mit guter Technik und Weiterbildungsmöglichkeiten ausgestattet, ihr täglicher Einsatz meist neben Arbeit und Privatleben sei jedoch höher zu würdigen, so die Stadträtin weiter. 

Zwar gäbe es bereits jetzt geringe Aufwandsentschädigungen - diese seien aber vor allem für Kameraden mit besonderen Aufgaben, zum Beispiel Ortsvorstehern oder Ausbildern vorgesehen. 

Dem Antrag der Linken nach soll die Stadt Leipzig deshalb prüfen, inwieweit eine höhere "Entlohnung" der Kameraden möglich sei. 

Dies sei nicht nötig, findet SPD-Stadtrat Andreas Geisler. "Diese Forderung kommt nicht von den Freiwilligen Feuerwehren selbst, die Branddirektion hat diesen erst jüngst alle Forderungen wie modernere Technik und Ausbildung erfüllt", so der SPDler. 

Letztendlich wurde die Forderung der Linken mit 49:10 so beschlossen. Auch stimmte der Stadtrat für die Feuerwehrsatzung nach Verwaltungsvorlage. 

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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