Strahlen-Alarm bei FedEx! Radioaktives Paket ruft Feuerwehr auf den Plan

Würzburg - Heller Aufruhr herrschte am Dienstagvormittag auf dem Gelände eines Kurierdienstleisters im unterfränkischen Würzburg. Dort war radioaktives Material aus einem beschädigten Päckchen ausgetreten, die Feuerwehr musste mit einem größeren Aufgebot anrücken.

Am Dienstag mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Gelände eines Paketzustellers anrücken.
Am Dienstag mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Gelände eines Paketzustellers anrücken.  © NEWS5/Höfig

Zu dem Vorfall sei es laut eines Feuerwehrsprechers auf dem FedEx-Gelände in der Delpstraße im Würzburger Stadtteil Rottenbauer gekommen. Ein etwa 40 auf 40 Zentimeter großes, mit dem Hinweis auf Gefahrenstoffe gekennzeichnetes Paket wurde dort beschädigt von einem anwesenden Mitarbeiter entdeckt und umgehend gemeldet.

Sofort rückte die Feuerwehr an, sperrte das Gelände weiträumig ab und nahm das verdächtige Versandgut genauer unter die Lupe. Schnell wurde klar, dass der Inhalt des Päckchens ohne jeden Zweifel radioaktiv war und ein Teil des Inhaltes ausgetreten war.

Wie der Pressesprecher der Würzburger Berufsfeuerwehr, Christoph Hartmann, mitteilte, seien insgesamt vier FedEx-Mitarbeiter mit dem Paket in direkten Kontakt gekommen. Diese wurden umgehend umfassend medizinisch versorgt und durchgecheckt.

Von einer erhöhten Strahlenbelastung oder sonstigen Verletzungen fand sich jedoch keinerlei Spur. Dennoch wurden sie zur weiteren Untersuchung zu einem Arzt weiter überwiesen, ehe sie ihren Dienst fortsetzen konnten.

Darüber hinaus betonte Hartmann, dass zu keiner Zeit eine akute Gefahr für die Angestellten noch für die umliegende Bevölkerung bestanden habe.

Vier Mitarbeiter mit radioaktivem Paket in Verbindung gekommen - keine Gefahr

Auch ein Gefahrgutzug der Würzburger Feuerwehr rückte am Einsatzort an.
Auch ein Gefahrgutzug der Würzburger Feuerwehr rückte am Einsatzort an.  © NEWS5/Höfig

Dennoch sei man bei derartigen Meldungen generell vorsichtig, rücke daher auch stets mit einem Gefahrgutzug und einem Großaufgebot am Einsatzort an. Dass das radioaktive Paket mit einem normalen Paketdienstleister versendet wurde, sei hingegen keine Seltenheit.

Dass bei derartigen Einsätzen im ersten Moment ein durchaus mulmiges Gefühl mitschwingt, wollte der Feuerwehr-Pressesprecher aber ebenfalls nicht von der Hand weisen, zumal man die eventuell bestehende Gefahr nicht wie bei einem Feuer direkt erkennen könne.

Das Objekt der Aufregung wurde von den Einsatzkräften zur genaueren Untersuchung und späteren ordnungsgemäßen Entsorgung sichergestellt. Die Sperrung des Geländes konnte kurz darauf aufgehoben werden.

Wer das Paket verschickt hat, wo es hin versendet werden sollte oder gar welcher Stoff sich genau darin befand, ist derzeit nicht bekannt.

Update, 18.09 Uhr: FedEx teilt mit, alle Mitarbeiter seien wohlauf

Mittlerweile hat sich auch FedEx zum dem Vorfall geäußert. Demnach seien alle Mitarbeiter wohlauf und die Arbeit am Standort werde wieder normal fortgeführt.

"Heute hat es einen Zwischenfall in unserer Würzburger Niederlassung gegeben. Die Feuerwehr war umgehend vor Ort", heißt es in der Mitteilung.

"Es gab weder ein radioaktives Leck, noch wurden Mitarbeiter verletzt. Die Niederlassung ist bereits wieder geöffnet und unsere Mitarbeiter haben die Arbeit wieder aufgenommen."

Titelfoto: NEWS5/Höfig

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