Surfer reitet eine Welle, doch die Feuerwehr hat kein Verständnis dafür - aus gutem Grund!

Amstetten (Österreich) - Das Video eines Surfers spaltet das Netz.

Ein Mann surft auf der Welle eines Flusses, drei weitere warten auf ihre Gelegenheit.
Ein Mann surft auf der Welle eines Flusses, drei weitere warten auf ihre Gelegenheit.  © Facebook/Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten

Ein unbekannter Mann steigt auf sein Surfboard und reitet eine Welle: Was wie ein normaler Vorgang an einem von unzähligen Stränden klingt, ist am Wochenende in Österreich geschehen.

Feuerwehrleute standen auf der anderen Seite des Flusses und konnten ihren Augen kaum trauen. Denn, nicht, dass nur ein Mann surfen ging, gleich drei andere standen bereit und warteten auf eine Chance.

Das Gefährliche an der Aktion: Aufgrund des Wetters traten zahlreiche Flüsse in dem Bundesland Niederösterreich über die Ufer. 

Es handelt sich nicht um normale Wellen, sondern Stromschnellen von wild gewordenen Hochwassermassen, die auf ein Hindernis treffen. Enorme Mengen Regen prasselten in weiten Teilen des Landes nieder.

Die Feuerwehr warnt deshalb vor diesem Sport in der aktuellen Zeit. "Treibgut und starke Strömung sind lebensgefährlich und können tödlich sein", schrieb das Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten auf Facebook.

Und weiter: "Viele Einsatzkräfte fragen sich ob es notwendig ist, bei Hochwasser sein eigenes Leben und das der Einsatzkräfte zu riskieren."

Das Video des gefährlichen Hochwasser-Surfens

Die Feuerwehren in Niederösterreich waren teils bis zu 24 Stunden am Stück im Einsatz, um Menschen vor den Fluten zu retten.

Auch wurden Ufer und einige Straßen von den Kameraden gesperrt, weil es zu gefährlich war.

Umso verständlicher scheint der Aufreger über Szenen wie diese.

Facebook-Community gespalten über Surf-Aktion

Während manche Kommentatoren feststellten, dass der Surfer über ein Seil gesichert sein könnte, stimmten andere den Kameraden zu.

"Keiner weiss was da den Fluss runter kommt" (Alle Zitate in Originalschreibweise übernommen), schrieb beispielsweise Christa Marko, die Verständnis für den Surfer hatte, sich aber dennoch um ihn sorgte. 

Weniger Verständnis hatte Anton Oberleitner. Er schrieb, "Wenn hier etwas schief geht, sollte man sich fragen ob es wirklich jeder verdient hat gerettet zu werden."

Über 430 Kommentare befinden sich bereits an dem Video, das Montagabend hochgeladen wurde. Fast jeder Kommentator beurteilt die Lage anders. 

Doch am besten müssten es die Feuerwehrleute wissen, die ihren eindringlichen Appell nicht anders betonen können, während sie weiter im EInsatz sind.

Titelfoto: Facebook/Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten

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