Waldbrände weiten sich weiter aus: Rekordwerte bei den Temperaturen

Jakutsk - Begleitet von ungewöhnlich hohen Temperaturen breiten sich Waldbrände in Sibirien und im Fernen Osten Russlands weiter aus. In Jakutsk seien Rekordwerte von mehr als 38 Grad festgestellt worden, teilte der Forstschutzdienst Avialesochrana am Donnerstag mit. 

Rauchwolken steigen aus einem Wald auf. Auf mehr als 2000 Hektar eines Waldgebiets wütet nach Angaben des russischen Ministerium für Notsituationen ein Waldbrand.
Rauchwolken steigen aus einem Wald auf. Auf mehr als 2000 Hektar eines Waldgebiets wütet nach Angaben des russischen Ministerium für Notsituationen ein Waldbrand.  © Uncredited/sub/AP/dpa

Im Juli könne man Prognosen von Meteorologen zufolge nicht auf Regen oder mildere Temperaturen hoffen, hieß es. Viele Gewitter sorgten demnach für Brände in entfernten und schwer erreichbaren Gegenden. 

Für die gesamte Teilrepublik Jakutsk gelte der Ausnahmezustand.

Die Waldbrände hatten in ganz Russland im vergangenen Jahr geschätzt 150.000 Quadratkilometer zerstört. 

Das ist eine Fläche mehr als doppelt so groß wie Bayern. Auch in diesem Jahr wüten seit Wochen die Flammen in vielen Teilen des Landes. 

Alleine am Donnerstag registrierte die Behörde 259 Brände. Tausende Mitarbeiter seien täglich bei den Löschaktionen im Einsatz.

Die Umweltorganisation Greenpeace startete eine Unterschriftenaktion, mit der die russische Regierung zu weiteren Maßnahmen aufgefordert werden soll. 

"Aus der Brandkatastrophe 2019 haben die Behörden keine Lehren gezogen", teilten die Aktivisten mit. Die Mittel zur Verwaltung und Rettung der Wälder müssten neu verteilt und aufgestockt werden. Die Situation entwickle sich rasant und die Brände seien im Jahresvergleich um ein Vielfaches stärker.

Titelfoto: Uncredited/sub/AP/dpa

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