Waldbrand in Gummersbach: 200 Feuerwehrleute im Einsatz

Gummersbach – Der Waldbrand in Gummersbach ist zu einem großen Teil gelöscht.

Ein Feuerwehrmann steht vor einem brennenden Waldstück bei Gummersbach.
Ein Feuerwehrmann steht vor einem brennenden Waldstück bei Gummersbach.  © Berthold Stamm/dpa

Es gebe noch vereinzelt Brandherde, die gut 200 Einsatzkräfte seien bei den Nachlöscharbeiten, sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstagmorgen. Diese werden sich demnach bis über den Tag hin ziehen.

Gut 35 Hektar Wald standen am Montagnachmittag in Flammen und lösten einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. 

50 bis 100 Menschen seien aus dem Ortsteil Strombach vorsorglich in Sicherheit gebracht worden - unter anderem von einem Bauernhof, der sehr nah an den Flammen lag, sagte ein Feuerwehrsprecher. 

Außerdem seien die Bewohner einer Straße in Gummersbach aufgefordert worden, ihre Wohnungen zu verlassen. 

Rund 200 Feuerwehrleute seien im Einsatz. Verletzt worden sei bis zum frühen Dienstagmorgen niemand, sagte der Sprecher.

Brandursache noch unklar: Polizei sucht Zeugen

Rauch steht über einem brennenden Waldstück bei Gummersbach.
Rauch steht über einem brennenden Waldstück bei Gummersbach.  © Berthold Stamm/dpa

Das Feuer auf der Waldfläche bekämpften dem Sprecher zufolge zwei Polizeihubschrauber mit Löschwassergefäßen und Flugfeld-Löschfahrzeuge vom Flughafen Köln-Wahn. 

Über der Stadt stand zeitweise eine riesige Qualmwolke. Am Dienstagmorgen gingen die Nachlöscharbeiten weiter.

Die Brandursache war zunächst unklar. Das trockene Wetter und der mangelnde Niederschlag im April sorgen derzeit für erhöhte Waldbrandgefahr.

Zudem habe starker Wind am Montag das Ausbreiten der Flammen beschleunigt, so die Polizei. Sie sucht nun Zeugen, die den Brand in der Frühphase beobachtet haben. 

Speziell sind die Ermittler auf der Suche nach zwei Personen, die am Mittag auf einer Bank etwa 300 Meter von der Christian-Heyn-Straße entfernt gesessen haben.

Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat in Gummersbach unter der Rufnummer 02261 81990.

Update, 10.25 Uhr: Weitere Waldbrände in NRW

Mehrere Waldbrände mit weitreichenden Schäden haben für stundenlange Großeinsätze der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen gesorgt. 

Im Kreis Olpe bekämpften bis zu 400 Feuerwehrleute einen Waldbrand auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern. Das Areal bei Wenden in der Größe von etwa vier Fußballfeldern sei größtenteils zerstört, erklärte ein Sprecher am Dienstagmorgen. Das Feuer war demnach am Montagabend ausgebrochen, am Morgen wurden noch Glutnester gelöscht. 

Auch in einem niederländischen Naturschutzgebiet direkt an der Grenze zu NRW war am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Am Dienstagmorgen brannte es der Feuerwehr zufolge immer noch in dem Gebiet De Meinweg. Zu den Löscharbeiten wurden auch Einsatzkräfte aus dem Kreis Viersen gerufen.

Das Naturschutzgebiet liegt auf niederländischer Seite nahe der Gemeinde Herkenbosch. Auf deutscher Seite grenzt es an mehrere Waldgebiete in der Nähe von Niederkrüchten (Kreis Viersen). Weitere Details waren zunächst unklar.

Titelfoto: Berthold Stamm/dpa

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