Wetterchaos: Überflutungen, kein Strom, Feuerwehr holt Bewohner aus ihren Häusern

Essen - Tief "Bernd" gibt auch Nordrhein-Westfalen die Breitseite! Die Ausläufer der Unwetter haben gerade im Westen Deutschlands noch einmal für teils chaotische Szenen gesorgt. Keller liefen voll, Bäume stürzten um, Autos und sogar Wohnmobile wurden förmlich von den Wassermassen geschluckt.

Wassermassen, so wie hier auf der Kupferdreher Straße, wohin das Auge reicht.
Wassermassen, so wie hier auf der Kupferdreher Straße, wohin das Auge reicht.  © Feuerwehr Essen

So war in Essen ab dem frühen Abend hohe Alarmbereitschaft bei allen Einsatzkräften gegeben.

Allein ab 18.40 Uhr gab es "weit über 100 wetterbedingte Einsätze", so die Feuerwehr Essen.

Keller im Süden der Stadt liefen voll, Baumteile stürzten auf die Straßen oder knickten komplett um.

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"Gegen 21 Uhr verlagerte sich der Einsatzschwerpunkt nach Kupferdreh. Hier trat der Deilbach über die Ufer. Der Pegel des kleinen Baches stieg rasant an, sodass viele Notrufe die Leitstelle der Feuerwehr Essen erreichten", so die Einsatzkräfte weiter.

An der Bahnstraße versanken innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Autos und auch Wohnmobile in den Wassermassen. Auch Baucontainer wurden teils von ihrem angestammten Ort weggespült.

An der Prinz-Friedrich-Straße versank gar ein ganzer Sattelschlepper. Dabei drohte ein Hund zu ertrinken, der sich möglicherweise unter dem Lkw verstecken wollte und plötzlich mit den Fluten zu kämpfen hatte, nachdem diese das Fahrzeug unterspült hatten. Die Feuerwehrleute retteten den Yorkshire Terrier in wohl letzter Sekunde.

30 Mehrfamilienhäuser geräumt, etwa 100 Bewohner in Notunterkünften - Lage bleibt angespannt

Der versunkene Sattelschlepper. Unter ihm wurde ein Hund von den Einsatzkräften gerade noch so gerettet.
Der versunkene Sattelschlepper. Unter ihm wurde ein Hund von den Einsatzkräften gerade noch so gerettet.  © Feuerwehr Essen

Im Zuge der starken Überschwemmungen kam es auch zu Stromausfällen.

30 Mehrfamilienhäuser mussten zudem durch die Kameradinnen und Kameraden geräumt werden.

Dabei nutzten sie Löschfahrzeuge, um die Bewohner von ihren Hauseingängen abzuholen und abzutransportieren.

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Bis um 5 Uhr am Morgen mussten insgesamt etwa 100 Personen ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden in Notunterkünften an der evangelischen Kirche untergebracht.

Noch ist die Situation nicht entspannt. Die noch immer 170 Einsatzkräfte bleiben auch weiter im Einsatz. Es ist mit weiteren Überflutungen und Räumungen zu rechnen, heißt es vonseiten der Feuerwehr.

Titelfoto: Feuerwehr Essen

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