Zwei Hektar betroffen! Sachsens Wehren kämpfen gegen riesigen Moorbrand

Dubring (Bautzen) - Am Donnerstagabend rückten zahlreiche Wehren zu dem Dubringer Moor bei Wittichenau im Landkreis Bautzen aus. Mehr als zwei Hektar des Naturschutzgebietes brannten! Die Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen das Feuer.

Die Wehren kämpfen gegen die (fast) unsichtbare Brandgefahr im Moor. Dabei wurde viel Wasser benötigt.
Die Wehren kämpfen gegen die (fast) unsichtbare Brandgefahr im Moor. Dabei wurde viel Wasser benötigt.  © Christian Essler / Xcitepress

Doch dem Brand war in dem unwegsamen Gelände nicht so leicht beizukommen. Wie der Einsatzleiter Johannes Reinhardt gegenüber TAG24 mitteilte, waren zahlreiche Feuerwehren aus der näheren Umgebung alarmiert worden. Aus Wittichenau, Hoyerswerda und auch aus Weißig eilten insgesamt zehn Fahrzeuge mit 56 Kräften herbei.

Sie versuchten von 19 Uhr bis kurz vor Mitternacht, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Schnell konnten sie eine weitere Ausbreitung verhindern.

Doch mit dem schwindenden Tageslicht gestaltete sich der Einsatz zunehmend als schwieriger.

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Er wurde schließlich für beendet erklärt, als der Regen einsetzte. Am frühen Freitagmorgen erfolgte eine Nachkontrolle.

Doch trotz des nächtlichen Regens waren nicht alle Brandherde vollends getilgt.

Zahlreiche Wehren kämpfen am Freitag erneut gegen den Moorbrand

Zum Einsatz am Freitag wurden zahlreiche Wehren und Fahrzeuge herbeigerufen.
Zum Einsatz am Freitag wurden zahlreiche Wehren und Fahrzeuge herbeigerufen.  © Christian Essler / Xcitepress

Die Wehren fanden weitere Glutnester vor.

Erneut mussten 25 Einsatzkräfte gegen 6.30 Uhr ausrücken, diesmal aus den Ortsteilen Maukendorf, Brischko und Sollschwitz von Wittichenau. Der Brand wurde erfolgreich bekämpft, doch er steht nach wie vor unter strenger Beobachtung.

Laut Einsatzleiter Reinhardt war das Feuer recht oberflächlich. Es drang nicht in die tiefere Schicht, den torfreichen Boden, vor. Und dank des tatkräftigen Einsatzes der Wehren konnte Schlimmeres verhindert werden.

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Das Dubringer Moor ist eines der größten Naturschutzgebiete in Deutschland. Geografisch gesehen liegt es zwischen den drei Ortschaften Hoyerswerda, Wittichenau und Bernsdorf.

Bekannt ist es vielen Sachsen auch durch die Krabatmühle bei Schwarzkollm.

Titelfoto: Christian Essler / Xcitepress

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