Angela Merkel eröffnet Zentrum für Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Berlin - Nach heftigen Auseinandersetzungen und deutlichen Verzögerungen eröffnet Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) an diesem Montag (15 Uhr) das Dokumentationszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin.

Am Montag wird das Dokumentationszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin eröffnet.
Am Montag wird das Dokumentationszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin eröffnet.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Das Zentrum sieht sich als Teil einer neuen Erinnerungslandschaft. An dem Lern- und Erinnerungsort sollen Geschichte und Gegenwart von Zwangsmigration im Zentrum stehen. Erste Besucherinnen und Besucher werden am kommenden Mittwoch erwartet.

Im für 63 Millionen Euro sanierten Gebäude stehen für ständige Ausstellung, Wechselpräsentationen, Lesesaal und Forschungsbereiche mehr als 5000 Quadratmeter zur Verfügung. In den beiden Ausstellungsteilen geht es um eine Geschichte der Zwangsmigration bis in die heutige Zeit sowie um Flucht und Vertreibung von rund 14 Millionen Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Dieser zweite Teil ist chronologisch angeordnet, um Nazi-Terror und deutschen Angriffskrieg als Ursache für die anschließende Vertreibung zu markieren.

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Flüchtlinge Dutzende Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet

Wie stark das Schicksal der deutschen Vertriebenen bei der geplanten Dauerausstellung im Mittelpunkt stehen sollte, war über Jahre hinweg Thema von teils erbitterten Debatten.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) eröffnet das Zentrum um 15 Uhr.
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) eröffnet das Zentrum um 15 Uhr.  © dpa/Annegret Hilse/Reuters Pool

Vor allem in Polen gab es Befürchtungen, die Deutschen könnten sich selbst zu Opfern machen und so von ihrer Schuld in der Nazi-Zeit ablenken.

Titelfoto: dpa/Bernd von Jutrczenka, dpa/Annegret Hilse/Reuters Pool

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