Explosion geplant? Brandstifter legt Feuer vor Flüchtlingsheim und dreht Gasflasche auf

Apolda - In Apolda (Weimarer Land) hat am Montagabend ein bislang noch Unbekannter versucht, eine Explosion vor einer Flüchtlingsunterkunft herbeizuführen.

Nach einer wohl geplanten Explosion vor einer Unterkunft für Geflüchtete laufen die Ermittlungen. (Symbolfoto)
Nach einer wohl geplanten Explosion vor einer Unterkunft für Geflüchtete laufen die Ermittlungen. (Symbolfoto)  © 123RF/bartusp

Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, hatte der Täter in unmittelbarer Nähe der Unterkunft ein Feuer gelegt und eine Gasflasche aufgedreht.

Gegen Nachmittag hatte sich der Mann bereits verbotenerweise Zutritt zu einem Industriegelände - direkt neben dem Flüchtlingsheim - in der Nordstraße verschafft. Dort legte er dann im Eingangsbereich mehrere Holzpaletten übereinander und zündete diese an, erklärte die Polizei.

Allerdings wurde der Täter dabei von Zeugen beobachtet. Diese informierten daraufhin die Feuerwehr. Die Kameraden eilten zum Ort des Geschehens und fanden nur wenige Meter vom Brandherd entfernt eine geöffnete Gasflasche mit Acetylen. In Kombination mit Luft erzeugt das Gas ein leicht entzündbares Gemisch.

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Aktuell geht die Polizei davon aus, dass der Unbekannte die Flasche mitgebracht und dort deponiert hat. Mit seinem Vorhaben habe er wohl größeren Schaden verursachen wollen, allerdings konnte die Feuerwehr die Gefahr noch rechtzeitig bannen. In der angrenzenden Unterkunft sind 147 Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht.

Der Brandstifter ist derzeit noch flüchtig. Eine erste Fahndung brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Kripo ermittelt.

Titelfoto: 123RF/bartusp

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