Brandanschlag auf Flüchtlingsheim in Niederbayern: Tatverdächtiger in Haft

München - Nach dem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im niederbayerischen Simbach am Inn sitzt ein Tatverdächtiger in Haft.

Überreste eines abgebrannten Papiercontainers bei einer Asylbewerberunterkunft im niederbayerischen Simbach. Ein 42-Jähriger soll im Oktober 2021 hier Feuer gelegt haben.
Überreste eines abgebrannten Papiercontainers bei einer Asylbewerberunterkunft im niederbayerischen Simbach. Ein 42-Jähriger soll im Oktober 2021 hier Feuer gelegt haben.  © -/Generalstaatsanwaltschaft München/dpa

Der 42-jährige Mann aus dem Landkreis Dingolfing-Landau stehe im Verdacht, "dass er den Brand legte, um Bewohner der Unterkunft aus fremdenfeindlicher Motivation zu töten", teilten die Generalstaatsanwaltschaft München und das Polizeipräsidium Niederbayern am Montag mit.

Nach Auswertung seiner Handydaten und seines Chatverkehrs bestehe der Verdacht des versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung.

Anhaltspunkte für seine Beteiligung in einer extremistischen Organisation oder für eine unmittelbare Beteiligung von weiteren Personen an der Tat gebe es nicht.

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Flüchtlinge Genügend Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine in Thüringen vorhanden

Am Morgen des 16. Oktober waren bei einer Asylbewerberunterkunft in Simbach ein Papiercontainer und Fußmatten in Brand gesetzt worden. Dadurch entstand Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

Der Beschuldigte wurde bereits am 15. Dezember festgenommen und ist seitdem in Haft. Das Ermittlungsverfahren wurde am 22. Dezember von der Generalstaatsanwaltschaft übernommen.

"Der Beschuldigte hat sich zum Tatvorwurf eingelassen", teilten die Ermittlungsbehörden mit. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könnten derzeit aber keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

Titelfoto: -/Generalstaatsanwaltschaft München/dpa

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