Kommen doch mehr Flüchtlinge nach Thüringen? Seehofer zu Gesprächen bereit

Erfurt - Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) ist im Konflikt um die Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge von den griechischen Inseln zu Gesprächen bereit. Kommen jetzt doch mehr Migranten nach Thüringen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU).
Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

In einem Interview der mit der "Augsburger Allgemeinen" sagte Seehofer am Mittwoch, er sei zu Gesprächen mit den zuständigen Länderkollegen bereit. Gleichzeitig bekräftigte er aber seine Ablehnung von Landesaufnahmeprogrammen.

Vor allem Thüringen und Berlin wollen mit eigenen Maßnahmen mehr Migranten als eigentlich vorgesehen in ihre Bundesländer holen. Seehofer lehnt diesen Vorschlag bislang ab. 

"Es gibt in Deutschland seit vielen Jahrzehnten die gesetzlich manifestierte Grundregel, dass die Bundesregierung über die Flüchtlingsaufnahme entscheidet. An dieser Grundregel werde ich nichts ändern", erklärte der 71-Jährige.

Einem Gespräch mit den Länderkollegen will er sich aber nicht verschließen. "Wenn jemand einen Gesprächswunsch äußert, schlage ich diesen nicht aus. Ich werde den SPD-Innenministern aber dann auch die Frage stellen: Wollen Sie mehr Zuwanderung?", so der CSU-Politiker weiter.

Für seine Ablehnung gegen den Vorschlag von eigenen Landesaufnahmeprogrammen hatte Seehofer unter anderem Kritik aus Reihen der SPD und den Linken erhalten. 

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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