Erneut kommen Hunderte von Bootsmigranten in der EU an

Rom - Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind in rund 24 Stunden erneut Hunderte von Bootsmigranten eingetroffen.

Auf der kleinen italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind innerhalb von 24 Stunden rund 7000 Bootsmigranten angekommen. (Archivbild)
Auf der kleinen italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind innerhalb von 24 Stunden rund 7000 Bootsmigranten angekommen. (Archivbild)  © Salvatore Cavalli/AP/dpa

Die Behörden zählten nach Medienangaben von Dienstagmorgen rund 700 Menschen, darunter auch Minderjährige und Frauen, die mit Booten etwa aus Tunesien und anderen afrikanischen Ländern ankamen.

Die kleine Insel, die zu Sizilien gehört, hatte vor gut vier Wochen einen starken Zustrom von rund 2000 Migranten in kurzer Zeit erlebt.

Die Behörden und die Regierung in Rom bemühen sich, viele der Menschen rasch auf Quarantäneschiffe oder in andere Teile des Landes zu verlegen.

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Trotzdem sei die Auffangeinrichtung der Insel, die für rund 250 Menschen ausgelegt sei, mit über 1000 Migranten völlig überbelegt, schrieb die Nachrichtenagentur Adnkronos am Dienstag.

Insgesamt hat sich die Zahl der ankommenden Bootsmigranten in Italien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwa verdreifacht.

Rom hat andere EU-Staaten mehrfach aufgerufen, einen Teil der Menschen zu übernehmen.

Manche Politiker anderer Länder sehen das skeptisch und bezweifeln, dass Italien überlastet ist.

Titelfoto: Salvatore Cavalli/AP/dpa

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