Viele Ehrenamtliche noch aktiv in Flüchtlingsarbeit

Stuttgart - Mit der Ankunft Hunderttausender Flüchtlinge ging 2015/16 eine große Welle der Hilfsbereitschaft durch Deutschland. Die Zahl der Ankömmlinge ist geringer geworden, ebenso die Zahl der ehrenamtlichen Helfer.

Ehrenamtliche Helfer unterstützen in der Flüchtlingsarbeit mittlerweile bei Fragen um das Bleiberecht, eine Ausbildung oder den Familiennachzug.
Ehrenamtliche Helfer unterstützen in der Flüchtlingsarbeit mittlerweile bei Fragen um das Bleiberecht, eine Ausbildung oder den Familiennachzug.  © Bodo Marks/dpa

"Es sind aber immer noch sehr viele dabei", sagte Seán McGinley, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg, der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. 

Sie sorgten mit ihrem Engagement mit dafür, dass Konflikte entschärft oder gar nicht erst entstehen würden. "Damit fördern sie ein friedliches Zusammenleben", so McGinley weiter. Ihr Einsatz sei ein enormer Dienst für die Gesellschaft.

Im vergangenen Jahr nahmen nach Worten von McGinley fast 1700 ehrenamtliche Helfer an 58 Fortbildungsveranstaltungen des Vereins teil. Nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land sei das Interesse daran groß. 

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In demselben Jahr hätten 2000 Unterstützer sich mit ganz konkreten Fragen zu ihren Fällen gemeldet. Den Email-Newsletter des Flüchtlingsrats mit 600 (2017: 350) Mitgliedern beziehen dem Iren zufolge 6000 Männer und Frauen.

Anfangs mussten sich die Ehrenamtlichen mit Themen wie Vorbereitung auf die Anhörung im Asylverfahren und Wohnsitzauflage auseinandersetzen.

Mittlerweile gehe es um Bleiberecht, Ausbildung, Studium, Familiennachzug und Kontoeröffnung, wie McGinley erläuterte. "Bei all diesen Fragen sind die Ehrenamtlichen für die Flüchtlinge essenziell, weil sie allein nicht in der Lage wären, für ihre Anliegen bei Behörden einzutreten."

Einzige Quelle von Frustration für die Helfer seien der rechtliche Schwebezustand der meisten Flüchtlinge, denen sie sich emotional verbunden fühlten, sowie im schlechtesten Fall deren Abschiebung.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

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