Fünf Menschen zu Fuß auf A38-Standstreifen unterwegs: 20. Lastwagen-Schleusung in diesem Jahr

Von Dörthe Hein

Magdeburg - In Sachsen-Anhalt hat die Bundespolizei seit Jahresbeginn bereits 20 Fälle festgestellt, in denen Ausländer in Lkw illegal ins Land geschleust wurden.

Fünf Fußgänger waren am Dienstag auf dem Standstreifen der A38 unterwegs. Sie waren illegal per Lastwagen nach Deutschland eingereist. (Symbolbild)
Fünf Fußgänger waren am Dienstag auf dem Standstreifen der A38 unterwegs. Sie waren illegal per Lastwagen nach Deutschland eingereist. (Symbolbild)  © Jens Wolf/dpa

Im jüngsten Fall seien Beamten am Dienstag fünf Menschen auf dem Standstreifen der A38 bei Merseburg aufgefallen, teilte die Bundespolizeiinspektion Magdeburg am Mittwoch mit.

Bei der Befragung habe sich herausgestellt, dass die vier Afghanen im Alter von 15 bis 20 Jahren und ein 22-jähriger pakistanischer Staatsangehöriger illegal per Lastwagen nach Deutschland eingereist waren. Sie hätten keine Papiere für einen legalen Aufenthalt dabei gehabt.

Nach einer Fahndung konnte der beteiligte Lastwagen bei Göttingen gestellt und der Fahrer befragt werden, hieß es weiter.

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Die Ermittlungen laufen. Es wurden Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern sowie der unerlaubten Einreise eingeleitet.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Ausländerbehörde wurden die fünf jungen Männer an entsprechende Einrichtungen weitergeleitet.

Die Minderjährigen wurden dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa

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