Erfurt verhängt Aufnahmestopp für Flüchtlinge: Turnhallen belegt und keine Wohnung mehr frei

Erfurt - Nichts mehr frei: Thüringens Landeshauptstadt Erfurt hat einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge verhängt.

In Erfurt ist kein Platz mehr, um weitere Flüchtlinge aufzunehmen. (Archivbild)
In Erfurt ist kein Platz mehr, um weitere Flüchtlinge aufzunehmen. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Als Grund nannte Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bauswein (49, SPD) erschöpfte Kapazitäten.

Laut des 49-Jährigen gebe es in der größten Stadt Thüringens keine leerstehenden Wohnungen mehr. Darüber hinaus seien fünf Turnhallen in der Stadt mit Flüchtlingen belegt.

Für diesen Umstand kritisierte Bausewein den Freistaat scharf. Thüringen komme seinen Verpflichtungen nicht nach und lasse die Kommunen bei der Flüchtlings-Thematik im Regen stehen.

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Bereits Ende Juli hatten sich die Landkreise Greiz, Sonneberg, Saale-Holzland, Saale-Orla, das Weimarer Land sowie die kreisfreien Städte Jena, Weimar und Suhl wegen erschöpfter Kapazitäten vorübergehend von der Aufnahme von Flüchtlingen abgemeldet.

Laut Zahlen des Landesverwaltungsamtes hat Thüringen in diesem Jahr bereits über 24.100 Flüchtlinge aus der Ukraine und mehr als 2450 Asylbewerber - vor allem aus Syrien - aufgenommen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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