Kranke Flüchtlingskinder und Angehörige aus Griechenland gelandet

Kassel - Ein Flugzeug mit 83 Menschen aus griechischen Flüchtlingslagern ist am Freitag in Deutschland gelandet.

Flüchtlinge aus griechischen Flüchtlingslagern steigen aus dem Flugzeug am Flughafen Kassel-Calden und gehen zum Bus.
Flüchtlinge aus griechischen Flüchtlingslagern steigen aus dem Flugzeug am Flughafen Kassel-Calden und gehen zum Bus.  © Swen Pförtner/dpa

Die Maschine setzte am Vormittag auf dem Kassel Airport im nordhessischen Calden auf. Sie sollen nun auf neun Bundesländer verteilt werden, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte. 

Die Bundesregierung will damit die heillos überfüllten Lager auf den griechischen Ägäis-Inseln, in denen katastrophale Zustände herrschen, ein wenig entlasten.

Unter den Ankömmlingen sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 17 kranke Kinder und ein Jugendlicher, die von Angehörigen begleitet werden. 

Die 18 Familien sollen in Deutschland Aufnahme finden und medizinisch versorgt werden, müssen aber dennoch nach den Angaben des Innenministeriums ein "ergebnisoffenes Asylverfahren" durchlaufen. 

Die meisten von ihnen (54 Menschen) kommen aus Afghanistan, je acht aus dem Irak und den palästinensischen Gebieten, sieben aus Syrien und sechs aus Somalia.

die meisten Flüchtlinge sollen nach Thüringen weiterreisen

Acht der Kinder sind sechs Jahre oder jünger, neun zwischen sieben und 13 Jahren alt. Ein Jugendlicher ist 15 Jahre alt. Mit dabei sind 32 Erwachsene - Vater, Mütter oder Vormünder - und 33 minderjährige Geschwister. Sie müssen nach ihrer Ankunft grundsätzlich nicht in Corona-Quarantäne, da Griechenland nicht als Risikogebiet gilt und sie schon vor Abflug auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden.

Die meisten der Neuankömmlinge (18 Menschen) sollten nach Thüringen weiterreisen, 16 nach Rheinland-Pfalz und 14 nach Nordrhein-Westfalen. Hessen wollte neun der Migranten aufnehmen, Niedersachsen acht, Berlin sieben, Bremen fünf und Baden-Württemberg und Hamburg jeweils drei. 

Hintergrund ist ein Koalitionsbeschluss der Bundesregierung vom März, schwer kranke Kinder sowie engen Verwandte aus Flüchtlingslagern in Griechenland aufzunehmen.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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