Lettland hindert mehr als 1000 Migranten an illegalen Grenzübertritten aus Belarus

Riga - Lettland hat seit Ausrufung des Notstands an der Grenze zum Nachbarland Belarus vor einem Monat mehr als 1000 Menschen am illegalen Übertreten der Grenze gehindert.

Immer mehr Flüchtlinge versuchen, über Belarus zunächst nach Polen, Lettland oder Litauen zu gelangen.
Immer mehr Flüchtlinge versuchen, über Belarus zunächst nach Polen, Lettland oder Litauen zu gelangen.  © Attila Husejnow/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Nach Angaben des Grenzschutzes vom Mittwoch in Riga wurden allein am Dienstag 27 Migranten abgewiesen. Damit stieg die Gesamtzahl an versuchten illegalen Grenzübertritten auf 1005.

Das EU-Mitgliedsland hatte am 10. August wegen des Andrangs von Migranten aus dem Nahen Osten an der Grenze zu Belarus für drei Monate teilweise den Notstand ausgerufen. Er gilt in mehreren Regionen im Süden und Südosten des Baltenstaats.

Damit hat der Grenzschutz die Möglichkeit, illegal eingereiste Migranten zurückzuschicken - notfalls auch mit Gewalt.

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Lettland beschuldigt - wie Litauen und Polen - den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko (67), in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen.

Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass sein Land Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde.

Zuvor hatte der Westen weitere Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik verhängt.

Titelfoto: Attila Husejnow/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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