Lkw-Fahrer hört Klopfgeräusche: Junge Migranten harrten zwei Tage in Auflieger aus

Furth im Wald - Zoll und Bundespolizei haben am Sonntagnachmittag drei junge Afghanen aus einem Lkw-Auflieger befreit.

Die drei jungen Afghanen harrten offenbar zwei Tage auf dem Lkw-Auflieger aus.
Die drei jungen Afghanen harrten offenbar zwei Tage auf dem Lkw-Auflieger aus.  © Bundespolizei

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hörte ein moldauischer Lastwagenfahrer gegen 13.50 Uhr Klopfgeräusche aus seinem Auflieger, als er sich auf einem Parkplatz in Furth im Wald in Bayern einen Kaffee zubereitete. Der Lkw-Fahrer informierte daraufhin die Beamten.

An der Zollplombe war augenscheinlich manipuliert worden. Auf dem Auflieger fanden die Beamten drei junge Männer, die keinerlei Dokumente bei sich führten.

Auf der Ladefläche befanden sich mehrere mit Urin gefüllte Flaschen.

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Die Bundespolizei geht ersten Erkenntnissen zufolge davon aus, dass die Männer zwei Tage zuvor in Rumänien mithilfe von Schleusern in den Lkw-Anhänger eingebrochen waren.

Der Fahrer wusste den Afghanen zufolge nichts von seinen blinden Passagieren. Für die Schleusung hätten sie zwischen 4500 und 5500 Euro bezahlt.

Das Jugendamt Cham nahm nach der Alterseinschätzung die drei Jugendlichen in Obhut. Gegen die Afghanen wird wegen unerlaubter Einreise nach Deutschland ermittelt.

Die Bundespolizei Furth im Wald hat Ermittlungen gegen die bislang unbekannten Täter wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen.

Titelfoto: Bundespolizei

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