Lager in Moria völlig zerstört: Grüne fordern, Flüchtlinge in Bayern aufzunehmen

München - Nach dem verheerenden Feuer im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fordern Bayerns Grüne die sofortige Aufnahme von 500 Menschen im Freistaat. 

Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer (27) fordert die bayerische Regierung auf, Flüchtlinge aus dem zerstört Lage Moria aufzunehmen. (Bildmontage)
Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer (27) fordert die bayerische Regierung auf, Flüchtlinge aus dem zerstört Lage Moria aufzunehmen. (Bildmontage)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Panagiotis Balaskas/AP/dpa

"Bayern kann und muss helfen. Wir fordern die bayerische Staatsregierung nachdrücklich dazu auf, sofort 500 schutzbedürftige Geflüchtete aufzunehmen", sagte Landeschefin Eva Lettenbauer am Mittwoch in München

Bayern habe eine Verantwortung, hier humanitäre Hilfe zu leisten. "Angesichts dieser Katastrophe kann die Staatsregierung nicht weiter wegsehen."

Der Großbrand sei eine humanitäre Katastrophe mit Ansage, betonte Lettenbauer. 

"Seit Monaten herrschten in dem völlig überfüllten Lager menschenunwürdige Zustände. Jetzt ist es durch die Flammen fast vollständig zerstört und rund 13.000 Menschen sind obdachlos." 

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Griechenland bereits Hilfe angeboten, Details dazu ließ er aber offen.

Auch Bayerns SPD-Landeschefin Natascha Kohnen forderte deutsche Hilfen. "Viele Kommunen in Deutschland und Bayern waren schon vor der Brandkatastrophe bereit, Menschen aus diesem Elend an unseren europäischen Außengrenzen zu befreien. Dass muss endlich möglich sein." Seehofer und die CSU müssten jetzt ihre inhumane Haltung aufheben.

Das Flüchtlingslager Moria wurde durch einen Großbrand in der Nacht zum Mittwoch nahezu vollständig zerstört. Verletzt wurde nach vorläufigen Angaben niemand. Die griechische Regierung geht von Brandstiftung aus.

Moria gilt mit derzeit etwa 12.600 Bewohnern als größtes Flüchtlingslager Europas - diese Menschen sind nun obdachlos.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Panagiotis Balaskas/AP/dpa

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