Nach langer Wartezeit: Italien lässt 306 Migranten an Land

Sizilien - Die zivilen Seenotretter von SOS Méditerranée dürfen mehr als 300 Bootsmigranten auf die italienische Insel Sizilien bringen.

In der Hoffnung auf ein besseres Leben kommen in Italien immer wieder Migranten aus Afrika an.
In der Hoffnung auf ein besseres Leben kommen in Italien immer wieder Migranten aus Afrika an.  © Candida Lobes/SOS MEDITERRANEE/dpa

Die Behörden hätten der "Ocean Viking" den Hafen in Pozzallo zugewiesen, teilte die Organisation in der Nacht zu Mittwoch per Twitter mit.

Die freiwilligen Helfer retteten die 306 Menschen im Mittelmeer bei insgesamt acht Einsätzen aus Seenot.

Einige der Kinder, Frauen und Männer hätten somit zwölf Tage auf der "Ocean Viking" verbracht.

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Von den Küsten Nordafrikas machen sich immer wieder Menschen in seeuntauglichen Booten auf den gefährlichen Weg Richtung Europa.

Italiens Regierungschef Mario Draghi sagte am Dienstag bei einem Besuch in der türkischen Hauptstadt Ankara, dass die Grenzen für die Aufnahme von Migranten in seinem Land erreicht seien.

Die privaten Seenotretter kritisieren immer wieder lange Wartezeiten, bis sie gerettete Menschen an Land bringen können.

Titelfoto: Candida Lobes/SOS MEDITERRANEE/dpa

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