Dutzende Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet

Lampedusa - Die privaten Seenotretter der spanischen Organisation Open Arms haben mehr als 150 Menschen im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet.

Männer aus Marokko und Bangladesch sitzen in einem überfüllten Holzboot im Mittelmeer vor der Küste von Libyen. (Archivbild)
Männer aus Marokko und Bangladesch sitzen in einem überfüllten Holzboot im Mittelmeer vor der Küste von Libyen. (Archivbild)  © Santi Palacios/AP/dpa

Die Crew der Segeljacht "Astral" habe die Menschen in mehreren Einsätzen vor der italienischen Insel Lampedusa in Sicherheit gebracht, teilte Open Arms am Donnerstag via Twitter mit.

Zuletzt meldeten die Behörden in Malta, Dutzende Migranten in ihren Gewässern in Sicherheit gebracht zu haben. Das maltesische Militär brachte sie in das kleinste EU-Land, wo sie nun auf die Entscheidung über ihren Asylantrag warten.

Seit dieser Woche operiert auch die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch mit der "Sea-Watch 3" wieder im zentralen Mittelmeer. Auch die "Ocean Viking" von SOS Mediterranee suchte in dieser Woche wieder nach in Not geratenen Bootsmigranten im Mittelmeer.

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Von den Küsten Libyens und Tunesiens versuchen immer wieder Migranten, in Booten auf EU-Gebiet zu gelangen. Ihre Ziele sind oft Malta oder Italien.

Die oft überfüllten Boote geraten hin und wieder in Seenot, kentern und die Menschen verlieren ihr Leben. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Migranten, die in diesem Jahr bislang im zentralen Mittelmeer starben, auf etwa 930.

In Italien sind die Rettungseinsätze der privaten Organisationen umstritten. Immer wieder halten die Behörden die Schiffe in italienischen Häfen fest, wenn sie dort Menschen an Land bringen.

Sie begründen das unter anderem damit, dass auf den Schiffen gewisse Normen nicht eingehalten wurden.

Titelfoto: Santi Palacios/AP/dpa

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