Rechtsradikale aus Deutschland und Frankreich auf Lesbos

Lesbos - Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Augenzeugenberichten Rechtsradikale aus Deutschland und Frankreich eingetroffen.

Mitglieder der Identitären Bewegung sind nach Lesbos gereist. (Beispielbild)
Mitglieder der Identitären Bewegung sind nach Lesbos gereist. (Beispielbild)  ©  Paul Zinken/dpa

Diese wollten, wie sie sagen, an der Seite der Griechen zur Sicherung der EU-Grenzen gegen illegal einreisende Migranten wirken. 

Einige von ihnen - alles Deutsche - seien von Reportern des lokalen Nachrichtenportals sto nisi gesichtet und fotografiert worden. 

Ein unbekannter und mutmaßlich linker Mann habe in der Einkaufsmeile der Inselhauptstadt einen der Deutschen angegriffen und am Kopf verletzt, berichtete das Portal.

Andere griechische Medien berichteten, auch französische Rechtsradikale seien in Griechenland eingetroffen. Die Polizei von Lesbos wollte zunächst nichts dazu sagen.

Laut sto nisi handelt es sich bei den Rechtsradikalen aus Deutschland um Mitglieder der Identitären Bewegung.

Lage auf Lesbos spitzt sich weiter zu

Derweil spitzt sich die Lage in Griechenland weiter zu. Mehr als 100 Migranten harren seit einigen Tagen auf der kleinen griechischen Insel Kastelorizo aus. 

"Wir sind hier wenige Hundert Einwohner. Wir können diese Flüchtlinge weder ernähren noch unterbringen", sagte Evdokia Karpathiou, Mitarbeiterin des Bürgermeisters von Kastelorizo, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

"Die Lage ist dramatisch. Wir wissen nicht, was wir mit diesen Menschen tun sollen."

Die Migranten hatten die nur rund drei Kilometer breite Meerenge zwischen der türkischen Küste beim Badeort Kas und der kleinen Insel überquert. 

Sie seien nach der Ankündigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die Grenzen zur EU seien offen, am 1. März nach Kastelorizo gekommen, sagte Karpathiou.

Unter den Migranten seien auch viele Kinder. Sie suchten Unterkunft in verlassenen Häusern oder übernachteten im Freien. 

Unter den Flüchtlingen sind auch viele Kinder.
Unter den Flüchtlingen sind auch viele Kinder.  © Alexandros Michailidis/AP/dpa

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