Nach Verfolgungsjagd: Polizei schnappt mutmaßlichen Schleuser

Rosenheim - Die flexiblen Kontrollen - gerade auf den Nebenstecken - führte in der Nacht auf Freitag für die Bundespolizei erneut zu einem Erfolg.

Laut Fahrer hatte es sich bei der Tour um eine Taxifahrt gehandelt.
Laut Fahrer hatte es sich bei der Tour um eine Taxifahrt gehandelt.  © Bundespolizeidirektion München

Es war kurz vor Mitternacht, als ein Kleinwagen mit hoher Geschwindigkeit eine provisorisch eingerichtete Kontrollstelle durchfuhr.

Die Beamten schalteten sofort das Blaulicht an und verfolgten das Fahrzeug mit Berliner Kennzeichen.

Der flüchtende Fahrer raste durch die Ortschaft Kiefersfelden, bevor er schließlich freiwillig seinen Wagen anhielt und sich seinem Schicksal fügte.

Schnell fanden die Beamten auch den Grund für diese offensichtliche Panikreaktion des Fahrers: "Der 38-Jährige am Steuer verfügte selbst nur über eine abgelaufene deutsche Aufenthaltsgenehmigung. Seine Begleiter konnten sich überhaupt nicht ausweisen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um einen syrischen und einen irakischen Staatsangehörigen", so die Mitteilung der Polizei.

Über Serbien, Ungarn und Österreich wollten die beiden Mitfahrer nach Deutschland flüchten. Hiefür suchten sie Hilfe bei einer Schleuserorganisation. Sie wurden in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht. Der Fahrer des Wagens wollte damit nichts zu tun haben.

Er behauptete, dass es sich um eine Taxi-Fahrt handelte. Allerdings sprachen das Berliner Kennzeichen, die mitgeführten 600 Euro (die als Schleuserlohn in Frage kommen könnten) und widersprüchliche Angaben gegen diese Aussagen des mutmaßlichen Schleusers.

Recherchen der Bundespolizei Rosenheim zufolge war der Beschuldigte bereits mit zehn verschiedenen Identitäten in Deutschland und mehrmals in Zusammenhang mit Schleuseraktivitäten erfasst worden. Der Syrer wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein in U-Haft eingeliefert.

Nach kurzer Verfolgungsjagd hatte der Flüchtende wohl ein Einsehen und stoppte den Wagen. (Symbolbild)
Nach kurzer Verfolgungsjagd hatte der Flüchtende wohl ein Einsehen und stoppte den Wagen. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa

Titelfoto: Bundespolizeidirektion München

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