Sea-Watch rettet dritten Tag in Folge Dutzende Migranten aus Seenot

Rom (Italien) - Den dritten Tag in Folge hat Sea-Watch Migranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet.

Die "Sea-Watch 3" ist ein Schiff der Organisation Sea-Watch mit Sitz in Berlin.
Die "Sea-Watch 3" ist ein Schiff der Organisation Sea-Watch mit Sitz in Berlin.  © --/Sea Watch e.V./dpa

73 Menschen, darunter 16 Frauen und Kinder, seien an Bord der "Sea-Watch 3" genommen worden, teilte die Organisation mit Sitz in Berlin am Sonntag per Twitter mit.

In den vorangegangenen beiden Tagen hatten die ehrenamtlichen Helfer insgesamt rund 145 Menschen aufgenommen.

Viele waren entkräftet und wurden nach Angaben von Sea-Watch medizinisch versorgt.

Unter den Geretteten seien auch unbegleitete Minderjährige, hieß es weiter.

Bei der Rettung am Samstag eilte die "Sea-Watch 3" zu Hilfe, nachdem das Schlauchboot der Flüchtlinge Luft verloren hatte.

Damit befinden sich etwa 220 Migranten an Bord des Schiffs.

Vor etwas mehr als einer Woche hatte die "Sea-Watch 3" nach sieben Monaten "Zwangspause" den Hafen der spanischen Stadt Burriana verlassen, wie die Organisation damals mitgeteilt hatte.

Laut Vereinten Nationen bereits 170 Tote in diesem Jahr

Das Schiff ist rund 50 m lang und als Jacht in Deutschland registriert. Es wird für die Seenotrettung im Mittelmeer eingesetzt.
Das Schiff ist rund 50 m lang und als Jacht in Deutschland registriert. Es wird für die Seenotrettung im Mittelmeer eingesetzt.  © Fabian Melber/Sea-Watch.org/dpa

Am Donnerstag war die Crew im anvisierten Suchgebiet rund 30 Seemeilen vor der Küste Libyens angekommen.

Dutzende Menschen haben in diesem Jahr bereits ihr Leben im zentralen Mittelmeer verloren.

Die Vereinten Nationen rechnen nach eigenen Angaben mit ungefähr 170 Toten.

Dem italienischen Innenministerium zufolge kamen 2021 bislang rund 4500 Bootsmigranten in dem Mittelmeerland an. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es circa 2350.

Italien ist oft das Ziel der Menschen, die von der Küste Libyens aus ablegen.

Das nordafrikanische Land ist ein Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa.

Titelfoto: --/Sea Watch e.V./dpa

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