Sea-Watch rettet weitere Boots-Migranten, viele sind erschöpft

Rom - Die deutsche Organisation Sea-Watch hat in einer weiteren Rettung fast 50 in Seenot geratene Menschen im zentralen Mittelmeer an Bord geholt.

Die Crew der Sea-Watch 3 rettete im Mittelmeer erneut zahlreiche Geflüchtete.
Die Crew der Sea-Watch 3 rettete im Mittelmeer erneut zahlreiche Geflüchtete.  © Screenshot Twitter/Sea-Watch

Das Team auf der "Sea-Watch 3" habe die Menschen in der Nacht zu Montag südlich von Lampedusa gerettet, teilte die Organisation per Twitter mit.

An Bord befänden sich damit nach insgesamt sechs Rettungseinsätzen fast 360 Migranten.

Nach vier Anfragen hätten die Behörden der Crew noch keinen sicheren Hafen zugewiesen, sagte eine Sea-Watch-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Kosten für ukrainische Flüchtlinge beschäftigen den Thüringer Landtag
Flüchtlinge Kosten für ukrainische Flüchtlinge beschäftigen den Thüringer Landtag

Unter den Geretteten seien einige sehr erschöpft, weil sie schon länger auf dem Meer unterwegs waren, und bräuchten medizinische Hilfe. Der Organisation zufolge sind fast ein Drittel der Leute unbegleitete Minderjährige.

Von den Küsten Nordafrikas machen sich immer wieder Menschen in teils überfüllten Booten auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer in Richtung EU. Mitunter geraten sie in Seenot.

Einsätze zum Teil umstritten

Private Organisationen operieren in der Gegend, um die Menschen vor dem Ertrinken zu retten. In Italien sind ihre Einsätze bei rechten Parteien umstritten, weil das Land jährlich Zehntausende Menschen aufnimmt.

Die Organisationen kritisieren dagegen die mangelnde Hilfe Europas für die Geflüchteten.

Titelfoto: Screenshot Twitter/Sea-Watch

Mehr zum Thema Flüchtlinge: