Heute kommen kranke Flüchtlings-Kinder nach Baden-Württemberg

Stuttgart - Baden-Württemberg nimmt geflüchtete Familien mit schwer kranken und behandlungsbedürftigen Kindern von den griechischen Inseln auf - die ersten von ihnen sollen am Freitag in den Südwesten kommen.

Kinder stehen vor einem Zelt im Dorf Petra auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos. (Archivbild)
Kinder stehen vor einem Zelt im Dorf Petra auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos. (Archivbild)  © Panagiotis Balaskas/AP/dpa

Es handle sich um drei Menschen, die mit weiteren Flüchtlingen per Flugzeug nach Deutschland gebracht werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. 

Die Bundesregierung will insgesamt rund 900 schwer kranke Jungen und Mädchen mit ihren Eltern und Geschwistern aus den Flüchtlingslagern holen. 

Sie sollen auf die Bundesländer verteilt werden.

Baden-Württemberg will in den kommenden Wochen rund 50 Menschen aufnehmen.

Kranke Flüchtlingskinder aus Griechenland angekommen

Update 13.27 Uhr: Weitere 83 Menschen aus griechischen Flüchtlingslagern sind in Deutschland angekommen. Drei von ihnen werden von Baden-Württemberg aufgenommen.

Ein Flugzeug mit den Flüchtlingen landete am Freitag auf dem Kassel Airport in Hessen. Sie sollen nun auf neun Bundesländer verteilt werden, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte. Die Bundesregierung will damit die heillos überfüllten Lager auf den griechischen Ägäis-Inseln, in denen katastrophale Zustände herrschen, ein wenig entlasten. 

Baden-Württemberg will nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart in den nächsten Wochen insgesamt rund 50 Menschen aufnehmen. Unter den jetzt Gelandeten sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 17 kranke Kinder und ein Jugendlicher, die von Angehörigen begleitet werden. 

Die 18 Familien sollen in Deutschland Aufnahme finden und medizinisch versorgt werden, müssen aber dennoch nach den Angaben des Innenministeriums ein "ergebnisoffenes Asylverfahren" durchlaufen. Die meisten von ihnen (54 Menschen) kommen aus Afghanistan, je 8 aus dem Irak und den palästinensischen Gebieten, 7 aus Syrien und 6 aus Somalia.

Titelfoto: Panagiotis Balaskas/AP/dpa

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