Kampf gegen Coronavirus: Mit diesen Worten wendet sich Strobl an die Flüchtlinge

Stuttgart - Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg wendet sich Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) jetzt an Migranten in den Erstaufnahmeeinrichtungen.

Thomas Strobl (60, CDU, rechts) wirbt für Verständnis. (Montage)
Thomas Strobl (60, CDU, rechts) wirbt für Verständnis. (Montage)  © Montage: Christoph Schmidt/dpa, Sebastian Gollnow/dpa

Wie das Innenministerium mitteilt, wirbt Strobl in einem Schreiben bei den Asylbewerbern um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen und stellt klar: Regeln müssten eingehalten werden, um die Ausbreitung des Corona-Virus bestmöglich zu verhindern.

Das Schreiben werde derzeit in Englisch, Französisch, Arabisch, Türkisch, Kurdisch, Albanisch, Georgisch, Persisch und Dari übersetzt und anschließend in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes verteilt.

"In ganz Deutschland gilt ab sofort ein Kontaktverbot. Danach ist jeder verpflichtet, die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Ein Mindestabstand im öffentlichen Raum von mindestens 1,50 Metern zu anderen Personen ist immer einzuhalten", zitiert das Ministerium aus dem Schreiben. 

Zudem bittet der Minister die Bewohner: "Vermeiden Sie alle nicht unbedingt erforderlichen Spaziergänge bzw. Fahrten in die Ortschaften in der Nähe Ihrer Erstaufnahmeeinrichtung. Die Teilnahme an zwingend erforderlichen Terminen, individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich." 

Gruppen feiernder Menschen – auch im Privaten – seien angesichts der ernsten Lage im Land absolut inakzeptabel. "Verstöße werden durch die Polizei kontrolliert und sanktioniert."

Neu eintreffende Flüchtlinge werden getestet

Nach Ministeriumsangaben werden in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes seit dem 3. März sämtliche neu eintreffenden Flüchtlinge auf das Coronavirus getestet.

"Mir war das – auch gegen Widerstände – ein großes persönliches Anliegen. Wir müssen alles dafür tun, eine Ausbreitung des Virus unter den besonderen Bedingungen der Erstaufnahme bestmöglich zu unterbinden", so Strobl.

Derzeit gebe es in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes neun bestätigte Corona-Fälle (Fünf im Ankunftszentrum Heidelberg, drei in der LEA Freiburg, einer in der LEA Sigmaringen). "Die Betroffenen werden jeweils umgehend isoliert, teilweise in Kliniken untergebracht."

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Titelfoto: Montage: Christoph Schmidt/dpa, Sebastian Gollnow/dpa

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