Vier Schleuser und zwölf Flüchtlinge an deutsch-polnischer Grenze geschnappt

Görlitz - Am Donnerstagnachmittag ging bei der polnischen Polizei ein Hinweis ein: Vier Autos sollten gerade auf dem Weg nach Deutschland unterwegs sein, um mehrere Migranten über die Grenze zu befördern.

Die deutsche und die polnische Polizei arbeiteten zusammen, um die insgesamt vier Schleuser zu fassen. (Symbolbild)
Die deutsche und die polnische Polizei arbeiteten zusammen, um die insgesamt vier Schleuser zu fassen. (Symbolbild)  © 123RF/ralfliebhold

Sofort machten sich die Beamten auf den Weg. Etwa drei Stunden später entdeckte eine Streife der deutsch-polnischen Dienststelle auf einer Staatsstraße bei Zgorzelec (dem polnischen Teil von Görlitz) die mutmaßlichen Schleuserfahrzeuge.

Aufgrund des Schneesturms verfolgten die Beamten den Fahrzeugen auf der Autobahn bis hin zur Grenze, wo die Bundespolizei gegen 19.30 Uhr zugreifen konnte.

Dabei stellte sich heraus, dass ein Toyota mit deutschem Kennzeichen vermutlich den Weg für die restlichen drei Autos angegeben hatte. Die insgesamt zwölf Flüchtlinge aus dem Irak, darunter sowohl Kinder, Frauen und Männer, verteilten sich auf einen Audi A5, einen 5er-BMW und einen VW Passat.

Genügend Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine in Thüringen vorhanden
Flüchtlinge Genügend Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine in Thüringen vorhanden

Die insgesamt vier Schleuser (ein 44-jähriger Deutscher mit Migrationshintergrund sowie drei Iraker im Alter von 34, 38 und 40 Jahren), die allesamt über einen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen, werden derzeit vernommen.

Die zwölf Iraker sind im Besitz polnischer Asylbescheinigungen und wurden der polnischen Seite zur Übernahme angeboten.

Titelfoto: 123RF/ralfliebhold

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