Deutlich weniger illegale Flüchtlinge wegen Corona-Pandemie

Stuttgart - Wegen der Corona-Pandemie hat die Zahl der illegalen Grenzübertritte in Baden-Württemberg nach Angaben der Bundespolizeidirektion Stuttgart deutlich abgenommen.

Wegen der Corona-Pandemie hat die Zahl der illegalen Grenzübertritte in Baden-Württemberg deutlich abgenommen.
Wegen der Corona-Pandemie hat die Zahl der illegalen Grenzübertritte in Baden-Württemberg deutlich abgenommen.  © Swen Pförtner/dpa

In den ersten sechs Monaten seien so wenige illegale Grenzübertritte wie schon lange nicht mehr gezählt worden, sagte der neue Leiter der Direktion, Markus Ritter, der "Stuttgarter Zeitung" (Montag).

Bis zum 30. Juni habe die Bundespolizei 2348 Menschen gezählt, die illegal nach Baden-Württemberg gekommen seien.

Im ersten Halbjahr 2019 waren es dagegen rund 600 Menschen mehr, am Jahresende insgesamt 5412. 

Auf dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise im Jahr 2015 registrierten die Behörden bis Ende Juni 4503 Menschen, im Gesamtjahr 14.374 Personen. 

Seither sanken die Zahlen kontinuierlich.

"Wir rechnen jetzt, da die Grenzen wieder offen sind und auch Fernbusse und internationale Zugverbindungen nicht mehr ausgesetzt sind, mit einem deutlichen Anstieg", sagte Ritter. 

Bei den Fluchtbewegungen beobachte man eine anhaltende Dynamik. 

Die meisten Flüchtlinge kamen in den vergangenen Monaten aus den Ländern Moldau, Afghanistan, Nigeria, Algerien und Irak.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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