Randale im Flugzeug: Betrunkene Schwestern bewerfen Schwerbehinderte

München - In einem aus Antalya (Türkei) kommenden Flugzeug sorgten am Mittwochabend gegen 19.10 Uhr zwei betrunkene Schwestern für einen Polizeieinsatz.

Die Landung am Flughafen München wurde von dem Piloten vorerst abgebrochen. (Archiv)
Die Landung am Flughafen München wurde von dem Piloten vorerst abgebrochen. (Archiv)  © Andreas Gebert/dpa

Die beiden Frauen standen offensichtlich unter Alkohol und Drogen, als sie begannen, eine schwerbehinderte Passagierin mit Besteck und einem Handy zu bewerfen.

"Offensichtlich fühlten sich die beiden Frauen durch die Schwerbehinderte gestört", versucht Michael Pemler von der Polizeiinspektion Flughafen München im Gespräch mit TAG24 das Verhalten der beiden Schwestern einzuordnen.

Die geplante Landung in München wurde durch den Piloten vorerst abgebrochen, bis das Bordpersonal die Randaliererinnen im Alter von 26 und 27 Jahren überwältigen konnte.

Laut Pressemeldung waren die beiden Täterinnen nicht nur alkoholisiert: "Zeugen gaben an, dass die Frauen auch Medikamente zu sich genommen hatten. Das muss jetzt aber erst die Blutuntersuchung klären. Das dauert jedoch ein paar Tage, ehe wir etwas mit Gewissheit bestätigen können", so Pemler weiter.

Eine der Schwestern zeigte Vergiftungserscheinungen

Die Polizei am Flughafen in München nahm die beiden Schwestern fest. (Symbolbild)
Die Polizei am Flughafen in München nahm die beiden Schwestern fest. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Nachdem das Flugzeug am Mittwochabend gelandet war, wehrten sich die Schwestern weiter gegen die Festnahme. Dabei verletzten sie auch einen der gerufenen Polizisten und fügten ihm Kratzer zu.

Die Einsatzkräfte stellten zudem eine weitere Gefahr für eine der Täterinnen fest. Eine der beiden Frauen zeigte Vergiftungserscheinungen und wurde in einem Krankenhaus stationär behandelt. "Es stellte sich jedoch heraus, dass keine Lebensgefahr herrschte", so Michael Pemler auf TAG24-Nachfrage.

Unangenehme Folgen wird dieser Vorfall für das Schwestern-Duo auch nach dem Einsatz haben. Die beiden müssen sich nun unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr verantworten. 

Hinzu kommen Körperverletzung und tätlicher Angriff auf einen Polizeibeamten.

Titelfoto: Andreas Gebert/dpa

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