Bahn frei! Lufthansa-Jumbos bald auf dem Weg zum Schrottplatz

Enschede/Frankfurt - Bei der Reduzierung ihrer Flotte hat die coronageplagte Lufthansa ein Problem weniger. 

Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 747 der Lufthansa startet im August 2019 vor dem Tower des Flughafens zu einem Transatlantikflug.
Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 747 der Lufthansa startet im August 2019 vor dem Tower des Flughafens zu einem Transatlantikflug.  © Boris Roessler/dpa

Sechs ihrer ausgemusterten Boeing-Jumbos vom Typ 747-400 dürfen für ihren Flug zum Schrottplatz den niederländischen Kleinflughafen Twente verlassen. 

Zunächst hatte sich die dortige Luftverkehrs- und Umweltaufsicht gegen die Starts von dem Zwischenparkplatz gesperrt.

Die Behörde hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag für die sechs Jets Ausnahmegenehmigungen erteilt, sobald der Flughafen bei Enschede einige Sicherheitsauflagen erfüllt hat. Vor einer anstehenden Gerichtsverhandlung hätten beide Seiten einen Vergleich geschlossen. 

Lufthansa hatte die Angelegenheit als Sache des Flughafens bezeichnet.

Zunächst hatte es so ausgesehen, dass die Riesen-Jets an dem nah der deutschen Grenze gelegenen Flughafen festsitzen, der für solch große Flugzeuge eigentlich nicht zugelassen ist. 

Drei Maschinen sollen noch in diesem Jahr Twente verlassen. Sie sollen gemeinsam mit zwei weiteren Jumbos, abgestellt im französischen Lourdes, von der Firma GE Aviation Materials in der US-amerikanischen Mojave-Wüste zerlegt und verschrottet werden.

Weitere drei Flugzeuge müssen den niederländischen Flughafen bis zu Jahresmitte verlassen, wenn Lufthansa für sie Käufer findet. 

Die Flugzeuge mit vier Triebwerken werden wegen ihres ungünstigen Verbrauchs nicht mehr für den Passagierbetrieb benötigt.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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