Boeing 747-SP zu Sternwarte umgebaut: Jetzt ist sie bereit für den Abflug

Hamburg - Die mehrere Wochen dauernde Wartung des fliegenden Observatoriums "Sofia" in Hamburg ist abgeschlossen.

Michael Hütwohl (58), Teleskopmanager des Deutschen Sofia-Instituts (DSI) der Universität Stuttgart, vor der umgebauten Boeing 747 mit dem fliegenden Stratosphären-Observatorium.
Michael Hütwohl (58), Teleskopmanager des Deutschen Sofia-Instituts (DSI) der Universität Stuttgart, vor der umgebauten Boeing 747 mit dem fliegenden Stratosphären-Observatorium.  © dpa/Christian Charisius

Die zu einer Sternwarte umgebaute Boeing 747-SP stehe damit kurz vor ihrem Abflug nach Köln-Bonn, sagte Michael Hütwohl, Teleskopmanager des Deutschen Sofia-Instituts (DSI) der Universität Stuttgart, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Der 58-Jährige ist Leiter des 25-köpfigen DSI-Teams in Palmdale/Kalifornien - dem Heimathafen des fliegenden Teleskopes.

Von Köln aus geht es für "Sofia" und das Team allerdings nicht gleich zurück in die USA, sondern 20 Mal von Deutschland aus zu den etwa zehnstündigen Erkundungsflügen in den Nachthimmel.

"Wir werden für gute fünf Wochen von Köln-Bonn aus Wissenschaftsflüge über Mitteleuropa und dem Nordatlantik machen und dort wichtige astronomische Beobachtungen durchführen, die uns helfen, das Universum besser zu verstehen", so Hütwohl.

"Sofia" ist eine Abkürzung und steht für Stratosphären-Oberservatorium für Infrarot-Astronomie. Mit dem Projekt der National Aeronautics and Space Administration (NASA) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) können internationale Wissenschaftler die Geschichte der Sterne in unserer und den Nachbargalaxien erforschen.

Sie geben gut 90 Millionen Dollar (75 Millionen Euro) jährlich dafür aus.

Die umgebaute Boeing 747 mit dem fliegenden Stratosphären-Observatorium "Sofia" steht zu letzten Überprüfungen in der Lufthansa-Technik-Basis.
Die umgebaute Boeing 747 mit dem fliegenden Stratosphären-Observatorium "Sofia" steht zu letzten Überprüfungen in der Lufthansa-Technik-Basis.  © dpa/Christian Charisius

Stratosphären-Oberservatorium für Infrarot-Astronomie

Erst 2020 haben Sofia-Daten dazu geführt, dass Wissenschaftler weitere Hinweise auf Wasser auf der sonnenzugewandten Seite des Mondes entdecken konnten. "Sofia" ist dabei nicht in erster Linie für die hochaufgelösten Bilder von Sternen und Galaxien zuständig. Das Hauptaugenmerk liegt im Bereich der Spektroskopie.

Es soll also zeigen, welche Atome und Moleküle sich in bestimmten Regionen des Universums befinden und wofür sie ein Indikator sein könnten.

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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