"Explosion" zwingt Flugzeug zum Umdrehen und Landung nach nur 14 Minuten

Peking - Die Gäste eines Air-France-Fluges von Peking nach Paris erlebten einen wahren Horror-Start ihrer Reise. Offenbar kam es zu einer Explosion an der Kabinenwand einer Boeing 777 - direkt neben einer Sitzreihe!

Die Kabinenwand wurde bei dem Vorfall im Fußraum komplett zerstört. Mehrere Sitze mussten anschließend auseinander gebaut werden.
Die Kabinenwand wurde bei dem Vorfall im Fußraum komplett zerstört. Mehrere Sitze mussten anschließend auseinander gebaut werden.  © Montage: Screenshot/Twitter/aviationbrk, Screenshot/Twitter/JacdecNew

Mehrere Passagiere an Bord der Langstrecken-Maschine teilten Fotos des Vorfalls, der sich am gestrigen Samstag ereignet haben soll, in den sozialen Medien.

An der Unglücksstelle hat es demnach die Kabinenwände direkt neben einer Sitzreihe aus ihren Verankerungen gerissen. Zudem wies ein Fenster starke Beschädigungen auf. Auf dem Boden lagen anschließend verschiedene Splitter und Materialien aus der Wand der B777.

Passiert ist das Ganze auf gerade einmal 900 Metern Höhe, also direkt nach dem Start in Peking, wie Betroffene gegenüber Aviation Herald den Vorfall beschrieben.

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Es hätte einen lauten Knall gegeben. Danach soll schwarzer Rauch in der Kabine aufgestiegen sein. Das Licht fiel aus, nur eine Notfallbeleuchtung war weiterhin aktiv.

"Die Crew lief mit Feuerlöschern in den hinteren Bereich des Flugzeugs", hieß es weiter. Die Air-France-Angestellten nahmen daraufhin die Sitze in Reihe 52 auseinander, um einen Brand zu verhindern. Der Bereich unter den betroffenen Sitzen schien sich nämlich stark zu erhitzen.

Später wurde unter den Sitzen eine starke Verunreinigung gefunden, wie Aviation Herald weiter schrieb.

Passagiere, die in den hinteren Reihen saßen, wurden weiter nach vorn geholt, beschrieben die Reisenden das weitere Geschehen.

Die Fotos aus der Unglücksmaschine

Air France dementiert Explosion, es gab nur einen "Überdruck"

Der Air-France-Flug 393 nach Paris wurde sofort abgebrochen. Bereits 14 Minuten nach dem Start befand sich die Boeing 777 wieder am Flughafen von Peking.

Wenig später erklärte die französische Airline, dass es einen technischen Defekt, nicht aber eine Explosion gab: "Ein Ausfall eines pneumatischen Systems im Flugzeug verursachte einen Überdruck in einem der Klimaanlagen-Rohre, der Rückstände und Staub in der Kabine verteilte."

Ein Feuer sei demnach nicht ausgebrochen. Die Flugbegleiter wollten wohl nur auf alles vorbereitet sein, was hätte passieren können.

Die Reisenden wurden auf andere Flüge umgebucht. Sie kamen teils mit großer Verspätung erst in Paris an.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Twitter/aviationbrk, Screenshot/Twitter/JacdecNew

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