Nach Flugzeug-Absturz bei Gießen: Komplizierte Bergung abgeschlossen

Gießen - Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Gießen sind die Bergungsarbeiten am Samstagabend abgeschlossen worden. 

Einsatzkräfte und Unfallermittler stehen an der Absturzstelle bei dem Flugzeug-Wrack.
Einsatzkräfte und Unfallermittler stehen an der Absturzstelle bei dem Flugzeug-Wrack.  © Andreas Arnold/dpa

Das Kleinflugzeug war während des Startvorgangs am Flugplatz in Gießen-Lützellinden am Samstagnachmittag abgestürzt (TAG24 berichtete). 

Dabei kam ein Mensch ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. 

"Das Flugzeug ist aus 15 bis 20 Metern abgestürzt und hat sich dann senkrecht in den Boden gebohrt." 

Das sei nur wenige Meter vom Flugplatz-Gebäude entfernt passiert.

Der schwer verletzte Mann sei aus dem Flugzeug befreit worden und auch ansprechbar gewesen. Die Bergung des Toten gestalte sich wegen verbauter Sprengkapseln aber schwierig.

Diese Sprengkapseln sollen laut Polizei bei einem Absturz den Rettungsfallschirm des Ultraleichtflugzeug auslösen. 15 Meter seien aber zu niedrig um die Vorrichtung auszulösen.

Zur Bergung wurde deshalb ein Sprengstoffsachverständiger hinzugezogen. Diesem gelang nach Angaben eines Polizeisprechers die Entschärfung der Kapseln, so dass das Wrack zur Untersuchung geborgen werden konnte.

Gegen 21 Uhr am Samstagabend seien die Arbeiten bei Gießen abgeschlossen gewesen.

Warum das Flugzeug abstürzte, war zunächst unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig sei eingeschaltet. Auch die Staatsanwaltschaft sei in die Ermittlungen involviert.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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