Flugzeug verliert im Flug Propeller: Pilot verhindert Unglück

Juba (Südsudan) - Heftiger Flugzeugunfall im Südsudan: Eine Antonov-Maschine verlor mitten im Flug einen der beiden Propeller. Der Vorfall nahm dennoch ein glimpfliches Ende.

Mit nur noch einem Propeller landete die An-26 wieder am Startflughafen in Juba.
Mit nur noch einem Propeller landete die An-26 wieder am Startflughafen in Juba.  © Screenshot/Twitter/Eye Radio

Wie örtliche Medien berichteten, hob die Frachtmaschine An-26 am Donnerstag in Juba ab und war auf dem Weg nach Paloch. In der Nähe der Stadt Bor fiel plötzlich der linke Propeller ab.

Glück im Unglück: Das Teil wurde nicht in das Flugzeug selbst katapultiert, sondern fiel geradewegs auf den Boden. Dort schlug es nur unweit einer Baustelle ein, an der mehrere Arbeiter gerade zu Gange waren.

Wie durch ein Wunder blieben diese unverletzt und waren überrascht von dem plötzlichen Einschlag des vierblättrigen Rotors.

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Die Antonov konnte nach dem Vorfall nach Juba zurückkehren, wo der Pilot offenbar landete, als wäre nichts passiert.

Warum der Propeller abfiel, ist bislang unbekannt. Die Regierung des Südsudans erließ deshalb kurzerhand ein Startverbot für derartige Maschinen.

Propeller abgefallen und auf den Boden gekracht

Der Propeller krachte auf den Boden und blieb nahezu unversehrt, wie diese Bauarbeiter präsentierten.
Der Propeller krachte auf den Boden und blieb nahezu unversehrt, wie diese Bauarbeiter präsentierten.  © Screenshot/Twitter/Eye Radio

Startverbot für fast alle Antonov An-26 im Südsudan

Die Frachtflugzeuge, die lediglich einen Kilometer Startpiste zum Abheben benötigen, dürfen nun nicht mehr in dem zentralafrikanischen Land starten. Es gibt nur eine Ausnahme: Eine An-26 der Vereinten Nationen darf weiterhin fliegen.

Die Luftfahrtbehörde des Landes spricht von "wiederholten Unannehmlichkeiten" mit den beliebten Frachtmaschinen.

Nun wird dieser Unfall genauer untersucht.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/Eye Radio

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