Germanwings-Katastrophe jährt sich zum sechsten Mal: Der Tag, an dem 150 Menschen starben

Haltern - Sechs Jahre nach dem Absturz eines Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich läuten in Haltern am See zum Gedenken der vielen Todesopfer wieder die Trauerglocken der Kirchen (10.41 Uhr).

Trümmer der Germanwings-Maschine an der Absturzstelle in Südfrankfreich: Am 24. März 2021 jährt sich die Katastrophe, die 150 Todesopfer forderte, zum sechsten Mal. (Archivbild)
Trümmer der Germanwings-Maschine an der Absturzstelle in Südfrankfreich: Am 24. März 2021 jährt sich die Katastrophe, die 150 Todesopfer forderte, zum sechsten Mal. (Archivbild)  © Sebastien Nogier/EPA/dpa

Bei der Flugkatastrophe am 24. März 2015 starben alle Insassen: 144 Passagiere und sechs Crewmitglieder, darunter 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums, die von einem Schüleraustausch in Spanien zurückkamen.

Die französischen Ermittler sind überzeugt, dass der psychisch kranke Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz brachte.

"Das gemeinsame Gedenken ist uns wichtig, genau wie der Schutz unserer Schülerinnen und Schüler in der Pandemie", sagte Ulrich Wessel, Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums, der Deutschen Presseagentur. Auf gemeinsame Veranstaltungen in größerer Runde müsse daher verzichtet werden.

Eine Gedenkzeremonie zur Absturzzeit um 10.41 Uhr auf dem Schulhof im engsten Kreis mit den Hinterbliebenen werde daher per Lautsprecher in die Klassenräume übertragen, damit alle teilhaben können.

Insbesondere für die unmittelbar betroffenen Familien seien die Geschehnisse in den Tagen rund um den Jahrestag wieder "besonders schmerzhaft präsent", schilderte Wessel.

Auch an der Schule sei der 24. März weiterhin ein wichtiges Datum, auch wenn die Zahl derer, die vor sechs Jahren das Geschehen miterlebten, mit der Zeit zurückgehe:

"Trotzdem ist uns das Gedenken weiterhin sehr wichtig, weil es ein äußerst einschneidendes Erlebnis in unserer Schulgeschichte ist", so Wessel.

Die katholische Pfarrkirche öffnet am Nachmittag zum Gedenken und bietet mehrere kurze Andachten an. Wegen des coronabedingten begrenzten Platzangebots soll es außerdem einen Videogottesdienst geben.

Titelfoto: Sebastien Nogier/EPA/dpa

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