Rückschlag für Angehörige: Gericht weist Schmerzensgeldklage nach Germanwings-Absturz ab

Hamm – In einem Prozess um zusätzliches Schmerzensgeld nach dem Germanwings-Absturz vor mehr als sechs Jahren haben die Hinterbliebenen eine Niederlage einstecken müssen.

Der Vorsitzende Richter Johannes Wieseler (m.) und seine Kollegen Volker Messing (l.) und Dirk Pelzer saßen gemeinsam mit den Klägern wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen in der Lobby des Oberlandesgerichtes.
Der Vorsitzende Richter Johannes Wieseler (m.) und seine Kollegen Volker Messing (l.) und Dirk Pelzer saßen gemeinsam mit den Klägern wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen in der Lobby des Oberlandesgerichtes.  © Guido Kirchner/dpa

Die Richter am Oberlandesgericht (OLG) Hamm wiesen am Dienstag die Berufungsklage mehrerer Angehöriger zurück, die von der Germanwings-Mutter Lufthansa zusätzliches Schmerzensgeld in Höhe von 30.000 Euro gefordert hatten.

Die Richter des OLG bestätigten damit das Urteil der ersten Instanz. Wie schon das Landgericht Essen vertraten sie in der mündlichen Verhandlung die Auffassung, die medizinische Überwachung der Piloten sei eine hoheitliche Aufgabe des Staates.

Insofern sei die Lufthansa nicht der richtige Adressat für die zudem nicht ausreichend konkret begründeten Schadenersatzansprüche.

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Am 24. März 2015 hatte den Ermittlungen zufolge der früher unter Depressionen leidende Co-Pilot das Flugzeug in den französischen Alpen absichtlich gegen einen Berg gesteuert. Dabei kamen alle 150 Insassen ums Leben.

Die Kläger warfen der Lufthansa Versäumnisse bei den flugmedizinischen Untersuchungen vor und halten das bislang gezahlte Schmerzensgeld nicht für ausreichend.

150 Menschen starben bei dem tragischen Unglück, als das Flugzeug mit der Flugnummer 4U9525 in den Alpen zerschellte.
150 Menschen starben bei dem tragischen Unglück, als das Flugzeug mit der Flugnummer 4U9525 in den Alpen zerschellte.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das OLG ließ die Revision nicht zu. Dagegen können die Kläger Beschwerde einlegen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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