Einzigartiges Flugzeug verlässt Köln und fliegt in die USA

Köln - In dieser Boeing 747SP steckt weltweit einzigartige Technik: Das einzige fliegende Infrarot-Teleskop, Projektname "Sofia", ist nach sechs Wochen am Flughafen Köln/Bonn wieder Richtung USA davongeflogen.

Das fliegende Auge: Die Boeing 747SP von DLR und NASA hat ein 17 Tonnen schweres Teleskop an Bord.
Das fliegende Auge: Die Boeing 747SP von DLR und NASA hat ein 17 Tonnen schweres Teleskop an Bord.  © Nasa/C.Thomas

Die fliegende Sternwarte wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-Weltraumagentur NASA betrieben.

In den vergangenen Wochen hob die einzigartige Boeing 747 mit dem riesigen Teleskop insgesamt 15 Mal zu Forschungsflügen ab.

Von Köln aus flog die 1977 gebaute Maschine über den Atlantik, über Skandinavien und bis zum Mittelmeer.

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Die verschiedenen Wissenschaftler untersuchten dabei in diversen Projekten die Materie im Weltraum und die Prozesse bei der Entstehung massereicher Sterne.

Schwerpunkt der Forschung waren dabei Hinweise auf den Ursprung der kosmischen Strahlung und über die Prozesse bei der Entstehung massereicher junger Sterne.

Die verkürzte Boeing hat auf der linken Seite eine Luke, aus der das Teleskop im Flug ins Weltall gerichtet wird.

Im Flugzeug steckt ein 2,7 Meter großer Hauptspiegel, der die Messdaten an die Computer im Flieger weitergibt. Das Teleskop wiegt insgesamt 17 Tonnen und wurde in Deutschland entwickelt.

"SOFIA sorgte nicht nur bei uns, sondern auch bei ihren zahlreichen deutschen Fans für viel Begeisterung, die Resonanz in den sozialen Netzwerken war groß", teilte Johan Vanneste, Chef des Flughafens Köln/Bonn GmbH, nach dem Abflug des einzigartigen Flugzeugs mit.

150 Mitarbeiter von NASA und DLR betreuten Sofia-Projekt in Köln

Nach 15 Forschungsflügen ging es für das einzigartige Forschungsflugzeug von Köln wieder Richtung USA.
Nach 15 Forschungsflügen ging es für das einzigartige Forschungsflugzeug von Köln wieder Richtung USA.  © Flughafen Köln Bonn GmbH

Rund 150 Mitarbeiter der NASA und des DLR waren im Terminal 2 für die komplexen Forschungsarbeiten einquartiert worden.

"Wir haben am Köln Bonn Airport beste Bedingungen für unsere Wissenschaftskampagne vorgefunden und bedanken uns herzlich für die tolle Zusammenarbeit. Unsere Wissenschaftler konnten fast 100 Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit beobachten, und wir sind nun sehr gespannt auf die Auswertungen", teilte Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur, nach den Projekten mit.

Für "Sofia" ging es nun erstmal nach Amerika zurück.

Doch auch die kommenden Jahre soll sie weiter als Forschungsflugzeug von NASA und DLR in die Luft steigen und wichtige Forschungsarbeit leisten.

Titelfoto: Nasa/C.Thomas

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