An diesem Flughafen dürfen bald wieder Passagierflugzeuge abheben

Hahn - Nach einer mehrwöchigen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie rechnet der Hunsrück-Flughafen Mitte Juni mit einem Neustart seines Passagierverkehrs. 

Während der Corona-Krise avancierte der Flughafen zu einem der "führendsten deutschen Frachtflughäfen".
Während der Corona-Krise avancierte der Flughafen zu einem der "führendsten deutschen Frachtflughäfen".  © Andreas Arnold/dpa

Nach der erwarteten Aufhebung der weltweiten Reisewarnung für deutsche Touristen in der EU am 14. Juni zugunsten individueller Reisehinweise für einzelne Länder würden wieder regelmäßige Passagierflüge erwartet, teilt Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die Corona-Hygieneregeln würden strikt beachtet. Der Europa-Tourismus werde allerdings vorerst deutlich unter Vor-Corona-Niveau anlaufen.

Gewöhnlich fliegen die Passagier-Airlines Ryanair, Wizz Air und Air Serbia den Flughafen Hahn an. 

Er gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen

Gegenwärtig gleicht er einem Geisterflughafen: Die Cafés und Geschäfte im Terminal sind geschlossen. 

Allerdings hat sich der Hahn nach Darstellung seines Managers Goetzmann in Pandemie-Zeiten zu "einem der führenden deutschen Frachtflughäfen" entwickelt, etwa für die Abwicklung von Flügen mit Corona-Schutzkleidung. "Neue Logistikunternehmen und Airlines haben uns entdeckt", sagt Goetzmann. Der Hahn besitzt eine Nachtfluggenehmigung.

Die Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn kritisiert, der Airport setze wegen Passagiermangels offensichtlich auch wieder - wie schon vor etlichen Jahren - auf einen Flugbetrieb "mit kleinen Knatterern, Heulern oder Brummern". Diese Kleinflugzeuge flögen oft nur im Kreis und nervten die Anwohner. Goetzmann wies die Kritik zurück. 

Es könne höchstens sein, dass im Hunsrück nun mehr Geschäftsleute starteten, weil Linienflüge mit großen Maschinen ausfielen. Vielleicht trauten sich auch mehr Hobbyflieger zum Hahn, weil es dort derzeit ohne Passagiermaschinen ruhiger sei.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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