Lufthansa-Rettung nimmt wichtige Hürde: Airline gibt Landerechte ab

Berlin/Brüssel/Frankfurt am Main - Nach harten Verhandlungen zwischen Brüssel und Berlin hat das Rettungspaket für die infolge der Corona-Krise schwer angeschlagene Lufthansa eine wichtige Hürde genommen. 

Das Foto von Anfang Mai zeigt infolge der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa am Flughafen Frankfurt.
Das Foto von Anfang Mai zeigt infolge der Corona-Krise stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa am Flughafen Frankfurt.  © Boris Roessler/dpa

Die Bundesregierung und die EU-Kommission einigten sich auf Auflagen für die Kapitalspritze, und der Lufthansa-Vorstand stimmte in der Nacht zum Samstag zu.

Demnach müsste die größte deutsche Airline an ihren wichtigsten Flughäfen Frankfurt und München Start- und Landerechte an Konkurrenten abgeben.

Die Einigung ist nur ein Zwischenschritt. Aufsichtsrat und Aktionäre müssen beraten, und die förmliche Genehmigung aus Brüssel steht noch aus.

Erste Reaktionen fielen am Samstag verhalten aus. Der Chef der CDU/CSU-Abgeordneten im Europaparlament, Daniel Caspary, kritisierte die Linie von EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, die die Auflagen für die Lufthansa verlangt hatte.

"Wie schon bei der verhinderten Fusion der Zugsparte von Siemens und Alstom gilt bei den Lufthansa-Vorgaben: Die wesentlichen Wettbewerber sitzen außerhalb Europas, und die können sich jetzt ins Fäustchen lachen", erklärte Caspary der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Sie schadet damit der europäischen Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig."

Der Grünen-Europaabgeordnete Rasmus Andresen lobte hingegen, dass der Kompromiss fairen Wettbewerb zwischen den Fluggesellschaften sichere. "Wir würden uns aber sowohl von der Bundesregierung wie EU-Kommission verbindliche Klimaauflagen wünschen", fügte Andresen hinzu.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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