Neue Version von alternativ angetriebenem Flieger wird vorgestellt

Stuttgart - Wissenschaftler wollen am Freitag (13 Uhr) am Stuttgarter Flughafen eine ausgereiftere Version eines vor einigen Jahren entwickelten viersitzigen Passagierflugzeugs präsentieren, das nur mit Wasserstoff und Brennstoffzellen angetrieben wird.

Das Brennstoffzellenflugzeug HY4 rollt bei seiner Weltpremiere 2016 über den Flughafen in Stuttgart.
Das Brennstoffzellenflugzeug HY4 rollt bei seiner Weltpremiere 2016 über den Flughafen in Stuttgart.  © Christoph Schmidt/dpa

Es handle sich hierbei um die insgesamt sechste und neueste Generation des Fliegers, teilte der Flughafen vorab mit.

Das Flugzeug mit dem Namen HY4 wurde nach Angaben des am Projekt beteiligten renommierten Brennstoffzellen-Experten Josef Kallo vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in mehreren Bereichen optimiert.

Die Forscher hoffen, die zu Grunde liegende Technologie in den nächsten zehn Jahren so perfektionieren zu können, dass dann 40-sitzige Regionalflugzeuge nur mit der Kombination von Wasserstoff und Brennstoffzellen unterwegs sein können.

Auf der Suche nach den Flugzeugen der Zukunft setzen Wissenschaftler und Ingenieure immer stärker auf alternative Antriebsvarianten.

Als vielversprechend gilt der Ansatz mit Wasserstoff, der in Brennstoffzellen so viel elektrische Energie erzeugen soll, dass damit sogar Passagiermaschinen damit abheben, fliegen und landen.

Flugzeug absolvierte 2016 in Stuttgart ersten Testflug

Das Flugzeug HY4 hatte im Jahr 2016 in Stuttgart seinen ersten Testflug vor Publikum absolviert. Kallos Angaben zufolge ist die neue Version des Fliegers zwischenzeitlich auch schon mehrfach in der Luft gewesen, am Stuttgarter Airport sei nun allerdings kein Flug geplant. Der Flieger gehört der Firma H2Fly, bei den Entwicklungsarbeiten ist neben dem DLR unter anderem die Universität Ulm beteiligt.

Kallo forscht seit 1998 an Brennstoffzellen, seit 2006 speziell am Einsatz derselben in Flugzeugen. Er hatte vergangenen Herbst gesagt, es bestehe eine gute Chance, dass um das Jahr 2030 herum erste Wasserstoff-Brennstoffzellen-Prototypen schon mit bis zu 80 Passagieren auf Kurz- und teilweise Mittelstrecken weitgehend emissionsfrei unterwegs sein könnten.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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