Ryanair-Chef O'Leary: Zehn-Euro-Flüge sind vorerst passé

London - Der Chef der irischen Billigairline Ryanair, Michael O'Leary, sieht in den kommenden Jahren keinen Spielraum für extreme Billigtarife zwischen einem und zehn Euro. Das sagte O'Leary dem britischen Radiosender BBC 4 am Donnerstag.

Ryanair-Chef Michael O'Leary erwartet infolge der steigenden Ölpreise auch einen Anstieg der Preise von Flugtickets.
Ryanair-Chef Michael O'Leary erwartet infolge der steigenden Ölpreise auch einen Anstieg der Preise von Flugtickets.  © Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

Die durchschnittlichen Ticketpreise bei Ryanair würden von 40 Euro im vergangenen Jahr auf 50 Euro im Laufe der kommenden fünf Jahre steigen, so der Ire weiter. Hintergrund dafür sei das Anziehen des Ölpreises.

Dass die Menschen aufgrund der gestiegenen Energiekosten aufs Fliegen verzichten, glaubt O'Leary hingegen nicht. Er setze darauf, dass noch mehr Kunden als bisher nach Billigflügen Ausschau halten werden.

"Ich denke, die Leute werden noch viel empfindlicher für Preise werden und daher ist es meine Sicht, dass viele Millionen nach günstigeren Tarifen Ausschau halten werden", so der Ryanair-Chef.

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Hinsichtlich der jüngsten Schwierigkeiten an britischen Flughäfen, mit den Passagierzahlen zurechtzukommen, erhob O'Leary Vorwürfe gegen deren Management.

Es sei Zeit, darüber nachzudenken, die "Dummheit des Brexits" rückgängig zu machen

Die durchschnittlichen Ticketpreise bei Ryanair würden von 40 Euro im vergangenen Jahr auf 50 Euro im Laufe der kommenden fünf Jahre steigen.
Die durchschnittlichen Ticketpreise bei Ryanair würden von 40 Euro im vergangenen Jahr auf 50 Euro im Laufe der kommenden fünf Jahre steigen.  © Clara Margais/dpa

Die Airports hätten Monate lang Zeit gehabt, um sich vorzubereiten. Es sei die Verantwortung der Flughäfen, für ausreichend Sicherheitspersonal zu sorgen.

Dass Ryanair zuletzt verhältnismäßig wenige Flüge streichen musste, führt er auf die Entscheidung zurück, bereits im Herbst trotz der Omikron-Welle in der Corona-Pandemie neues Kabinenpersonal und Piloten einzustellen und auszubilden.

Ein großes Problem in Großbritannien sei auch weiterhin der Brexit, sagte O'Leary. Der Austritt aus der EU habe sich als "Desaster" für die Arbeitnehmerfreizügigkeit herausgestellt.

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Es sei Zeit, darüber nachzudenken, die "Dummheit des Brexits" teilweise rückgängig zu machen und Großbritannien durch ein neues Freihandelsabkommen wieder näher an die EU zu führen, so der Ryanair-Boss.

Titelfoto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

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