Flug bezahlt, doch Ryanair will nochmal bis zu 710 Euro: Das hat es damit auf sich!

Swords (Irland) - Unglaubliches Vorgehen bei Ryanair: Reisende buchen sich ihr Ticket, zahlen dafür, wollen letztlich am Flughafen einchecken, sollen dann aber nochmals für ein Flugticket bezahlen! Verschiedenen Medienberichten zufolge hat dieses Vorgehen jetzt System.

Wer mit Ryanair fliegt, wird eventuell ganz kurz vor dem Boarding nochmals zur Kasse gebeten. (Symbolbild)
Wer mit Ryanair fliegt, wird eventuell ganz kurz vor dem Boarding nochmals zur Kasse gebeten. (Symbolbild)  © 123RF/stegarau

Dutzende von solchen Erfahrunsgberichten würden Money Saving Expert vorliegen, heißt es in einem Bericht des Sparportals. Demnach würde die irische Fluggesellschaft bis zu 600 britische Pfund (umgerechnet etwas mehr als 710 Euro) am Flughafen-Schalter verlangen. Wer das nicht bezahlt, wird nicht mitgenommen.

Auch die Irish Times kennt solche Fälle. Eine Frau erzählte der Zeitung, dass sie 210,95 Euro am Flughafen zahlen sollte, obwohl sie ein gültiges Flugticket besaß, welches sie im Voraus bezahlte. Ihren Sohn traf es mit 279,95 Euro noch härter.

Grund für die neuen Forderungen sind zuvor stornierte Reisen mit der Billig-Airline.

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So hat etwa Ursula Barry, die ihren Ryanair-Fall der Irish Times schilderte, einen Flug im September 2020 nicht angetreten. Die Regierung empfahl damals, nicht in das gewählte Zielland zu reisen.

Sie beantragte eine Rückerstattung, aber hörte nichts mehr von Ryanair. Kurzerhand veranlasste Barry eine Rücklastschrift von ihrem Konto. Die Bank führte diese aus und holte der Frau das bereits gezahlte Geld zurück.

Doch die Fluggesellschaft hat sich ihren Namen - und jene von schätzungsweise "nicht mehr als 850" weiteren Reisenden - gemerkt, wie eine Sprecherin der Irish Times erklärte.

Geld zurück durch Rücklastschrift: Bei Flug-Stornos ist Vorsicht geboten!

Wer einen Flug storniert und sich das Geld auf eigene Faust zurückholt, kann bei der nächsten Reise bitter überrascht werden. (Symbolbild)
Wer einen Flug storniert und sich das Geld auf eigene Faust zurückholt, kann bei der nächsten Reise bitter überrascht werden. (Symbolbild)  © 123RF/otaraev74

Die Ryanair-Sprecherin sagte weiter, dass der von Ursula Barry stornierte Flug durchgeführt wurde. Die Frau hatte jedoch keinen erstattungsfähigen Tarif gebucht. Ihr stand die Rückzahlung des gezahlten Betrags deshalb nicht zu.

In den Unternehmens-AGB würde geregelt sein, dass sie nun erst wieder mitfliegen darf, wenn sie die ausstehende Summe für das unrechtmäßig stornierte Ticket zahlt.

"Die vielen Millionen Ryanair-Kunden, deren Flüge während der Covid-19-Pandemie annulliert wurden und die direkt bei Ryanair Rückerstattungen beantragt und erhalten haben, werden von dieser Maßnahme natürlich völlig unberührt bleiben", so die Sprecherin weiter.

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Im Fall der Dame nahm das Ganze ein glimpfliches Ende: Sie zahlte das fälschlicherweise stornierte Ticket und konnte ihre Reise antreten. Sie hätte sich nur vorab eine Information gewünscht.

Titelfoto: 123RF/stegarau

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