Software-Panne beim A320 entdeckt: Airbus muss tausende Flieger überprüfen

Toulouse - Im Zuge eines Zwischenfalls hat Flugzeughersteller Airbus einen gravierenden Softwarefehler aufgedeckt und umgehend große Teile seiner A320-Flotte zurückgerufen.

Beim Airbus A320 wurde ein gravierender Softwarefehler entdeckt. (Archivbild)  © Christoph Schmidt/dpa

"Die Analyse eines kürzlichen Ereignisses mit einem Flugzeug der A320-Familie hat ergeben, dass intensive Sonneneinstrahlung Daten beschädigen kann, die für das Funktionieren der Flugsteuerung von entscheidender Bedeutung sind", teilte Airbus am Freitagabend mit.

Das Unternehmen habe bereits eine "beträchtliche Anzahl" von Flugzeugen der A320-Familie identifiziert, die von dem Problem betroffen sein könnten. Die Flieger seien vorsorglich zur Überprüfung beordert worden, um gegebenenfalls die fehlerhafte Software zu ersetzen.

Erstmalig aufgefallen war die Software-Panne offenbar auf einem "JetBlue Airlines"-Flug von Cancún (Mexiko) nach Newark im US-Bundesstaat New Jersey am 30. Oktober. Laut der US-Luftfahrtbehörde (FAA) verlor die Crew plötzlich die Kontrolle und musste in Florida notlanden.

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Verschiedenen Medienberichten zufolge fallen im Zuge der Fehlerbehebung weltweit insgesamt rund 6000 A320-Maschinen kurzfristig aus. Schon am Freitagabend kam es infolgedessen zu mehreren Flugausfällen. In Frankreich habe die Airline "Air France" bereits 35 Flüge streichen müssen, wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete.

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Flugzeughersteller Airbus hat kurzfristig über 6000 Flugzeuge zur Überprüfung beordert. (Symbolbild)  © Joaquin Corchero/Europa Press/dpa

Bei Airbus sei man sich bewusst, dass Fluggäste durch die kurzfristige Rückruf-Aktion vor Probleme gestellt werden könnten. Der Konzern betonte jedoch, dass die Flugsicherheit Vorrang habe: "Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten und werden eng mit den Betreibern zusammenarbeiten, während die Sicherheit unsere oberste Priorität ist."

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