Weil sie keine Corona-Impfung wollen: Airline schmeißt Hunderte Mitarbeiter raus!

New York - 96 Prozent gaben sich den Piks, der Rest bekommt einen Tritt! Die US-Fluggesellschaft United Airlines macht mit Impfverweigerern kurzen Prozess und setzt knapp 600 (!) Mitarbeiter vor die Tür.

Ein United-Airlines-Frachter: Für ungeimpftes Personal weht im Unternehmen der Wind in Zukunft deutlich rauer.
Ein United-Airlines-Frachter: Für ungeimpftes Personal weht im Unternehmen der Wind in Zukunft deutlich rauer.  © E. Jason Wambsgans/TNS via ZUMA Press Wire/dpa
Der Airline-Boss, Scott Kirby, gab sich bezüglich der Impfpflicht in seinem Unternehmen recht nüchtern.

Es tue ihm zwar leid "für die 593 Leute, die gehen müssen, aber wir fokussieren uns darauf, das Richtige für United Airlines zu tun", so der 54-jährige CEO gegenüber "CNBC".

Er sei letztlich happy, "das Thema abhaken zu können".

Insgesamt beschäftigt die Airline 67.000 Personen. Etwa 2000 davon kommen aufgrund von gesundheitlichen Risiken oder religiösen Vorgaben um die unternehmensinterne Corona-Regelung.

US-Behörde warnt: Flugzeugen droht Beschuss
Flugzeug Nachrichten US-Behörde warnt: Flugzeugen droht Beschuss

Doch ein Blanko-Scheck sei dies nicht. Der "United"-Boss gab zu Protokoll, all diese Fälle zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu bewerten.

Grundsätzlich könne es auch sein, dass Mitarbeiter, welche nicht geimpft werden oder werden können, zukünftig innerhalb des Unternehmens andere Aufgabengebiete bekleiden als bisher.

Und zwar solche, bei denen besonders wenig Kontakt zu Kollegen oder Kunden bestünde.

United-Airlines-Chef Scott Kirby: "Man kann unterschiedlicher Meinung sein"

Scott Kirby (54) setzt dem United-Airlines-Personal die Impf-Pistole auf die Brust.
Scott Kirby (54) setzt dem United-Airlines-Personal die Impf-Pistole auf die Brust.  © Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa

Über die De-facto-Impfpflicht habe man laut Kirby jedoch mit dem Personal geredet.

Der Tenor: Man könne zwar "unterschiedlicher Meinung sein", jedoch setzt das Unternehmen die Vorgaben und die Mitarbeiter müssten dann "eine Entscheidung treffen".

Somit setzt er zahlreichen Menschen die Impf-Pistole auf die Brust.

Schock für 87 Personen an Bord: Flieger rutscht 30 Meter über Landebahn!
Flugzeug Nachrichten Schock für 87 Personen an Bord: Flieger rutscht 30 Meter über Landebahn!

Wer seinen Job also behalten möchte, muss sich impfen lassen. Und das bestenfalls noch vor dem Kündigungsgespräch, so Kirby.

Ähnliches Bild gibt es auch bei der Airline "Swiss", die ab Ende Januar kommenden Jahres Kündigungen an nicht geimpftes Personal aussprechen will. Es bestünde zudem die Möglichkeit, sein Arbeitsverhältnis bis zu sechs Monate ruhen zu lassen.

Die amerikanischen "Delta Air Lines" hingegen lassen ihre ungeimpften Angestellten 200 US-Dollar pro Monat mehr an die Krankenversicherung blechen.

Titelfoto: E. Jason Wambsgans/TNS via ZUMA Press Wire/dpa

Mehr zum Thema Flugzeug Nachrichten: