Wilde Orgie über den Wolken? Milliardäre jetten mit Frauen durch Europa

Marseille (Frankreich) - Eine Gruppe Milliardäre flog mit jungen Frauen von Großbritannien nach Frankreich - trotz Corona-Ausgangssperren.

Mit einem Privat-Flieger reisten zehn Leute nach Frankreich.
Mit einem Privat-Flieger reisten zehn Leute nach Frankreich.  © 123RF/Tom Kuest

Sieben Männer (40 bis 60 Jahre) aus Großbritannien luden drei Damen (24 bis 27 Jahre) zu einer Reise nach Cannes in Frankreich ein.

Dumm nur, dass gerade das Coronavirus allgegenwärtig ist und die französische Regierung eine Ausgangssperre ausgesprochen hat.

So durfte das Privatflugzeug nicht in Marseille landen. Von dort wollten die Milliardäre und ihre Begleiterinnen eigentlich mit drei Helikoptern nach Cannes fliegen, wie die britische Tageszeitung "Daily Mail" berichtet.

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Laut der Zeitung war jedoch die Polizei am Marseiller Flughafen und bemerkte das rege Treiben. So schickten Beamte die drei Hubschrauber-Piloten wieder heim und nahmen per Funk Kontakt zu den Superreichen auf.

"Ich habe Geld, lass uns reden", soll der Organisator des Trips noch entgegnet haben, als er zur Umkehr aufgefordert wurde, berichtete ein Polizeisprecher der "Daily Mail".

Er freue sich "auf die Pause mit seinen Freunden und jungen weiblichen Begleitern" und zöge es deshalb vor, nicht zurück nach London zu fliegen.

Polizisten-Bestechung scheiterte

Was an Bord passierte, blieb offen. (Symbolbild)
Was an Bord passierte, blieb offen. (Symbolbild)  © 123RF/lightfieldstudios

Angeblich bot er dem Beamten auch an, sich und seine Begleiter in der gemieteten Villa in Cannes einzuschließen, bis die Krise überstanden ist.

"Da es offensichtlich eine Erholungsreise ist, ist sie im Rahmen der Eindämmungsmaßnahmen strengstens verboten", erklärte der Polizeisprecher.

Und weiter: "Grenzüberschreitungen sind nur aus legitimen oder zwingenden Gründen zulässig."

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Die Milliardäre landeten zwar verbotenerweise mit ihrem Jet auf dem Flughafen, verließen die Maschine vom Typ Embraer Legacy 600 (Kaufpreis: rund 25 Millionen Euro) jedoch nicht.

Die Beamten können deshalb keine genauen Angaben zu den Reisenden machen und sie nicht für ihr Handeln belangen.

Fest steht jedoch, dass die zehn Reisenden aus Deutschland, Frankreich, Rumänien, der Ukraine und Großbritannien stammen.

Keine Strafe für die Superreichen, aber für die Piloten

Nachdem die Milliardäre mit den Polizisten stritten, flogen neun zurück nach London. Einer reiste nach Deutschland - mit welchem Verkehrsmittel ist jedoch nicht bekannt.

Die drei Hubschrauberpiloten müssen mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Was genau an Bord des Flugzeugs geschah oder in der Villa in Cannes noch geplant war, ist nicht bekannt.

Titelfoto: 123RF/Tom Kuest, 123RF/lightfieldstudios

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