Ehepaar vererbt Wahnsinns-Summe an Heimatort, doch es gibt einen kleinen Haken

Waldsolms - Es gibt Menschen, die sich aufgrund ihrer Verbundenheit zu ihrem Heimatort sozial engagieren und es gibt Menschen, wie das Ehepaar Alfred und Renate Wedel, die ihrem langjährigen Zuhause einfach mal mehrere Millionen Euro vererben.

Das verstorbene Ehepaar hinterließ der Gemeinde Waldsolms rund 6,2 Millionen Euro (Symbolfoto).
Das verstorbene Ehepaar hinterließ der Gemeinde Waldsolms rund 6,2 Millionen Euro (Symbolfoto).  © 123RF/Marian Vejcik

Was sich im ersten Moment wie ein Film-Skript liest, hat sich in der mittelhessischen Gemeinde Waldsolms im Lahn-Dill-Kreis tatsächlich so abgespielt. Um satte 6,2 Millionen Euro ist das 5000-Seelen-Örtchen nun reicher.

Doch gehen mit dem sicherlich unerwarteten Geldsegen auch einige Verpflichtungen einher, wie der Hessische Rundfunk (HR) berichtete.

Denn die finanzielle Hinterlassenschaft von Alfred, der im Alter von 88 Jahren bereits im Jahr 2014 verstarb, und Renate, die einen Tag vor Weihnachten 2019 verschied, soll ausnahmslos in Gemeinde-Einrichtung investiert werden.

Dennoch bleibt das gewaltige Erbe, welches auf ein Bankkonto, Aktien, Wertgegenstände sowie ein Haus samt Grundstück verteilt ist, eine willkommene Finanzspritze für Waldsolms. Der jährliche Haushalts-Etat der Gemeinde liegt aktuell bei etwas über zehn Millionen Euro.

Was mit der gewaltigen Summe geschehen soll, ist noch in Planung. Ideen gebe es laut Bürgermeister Bernd Heine (SPD) zu genüge, doch müsse ohnehin noch einige Zeit auf rechtliche Modalitäten gewartet werden, ehe das Geld tatsächlich zur Verfügung stünde.

Dass es zu dem Erbe seitens der seit 1975 in Waldsolms lebenden Wedels kam war dem Umstand geschuldet, dass auch Renate Wedels Schwester, die als eigentliche Haupterbin eingetragen war, bereits verstorben war.

Ehepaar hinterlässt Waldsolms rund 6,2 Millionen Euro: Geld muss in Gemeinde investiert werden

Somit rückte die Gemeinde schließlich in der Erbfolge nach. Für Heine war der Moment der Mitteilung schockierend und freudig zugleich: "Ich dachte erst, da ist ein Komma verrutscht", sagte er gegenüber dem HR.

Ob man die mehr als großzügige Hinterlassenschaft letztlich für ein verbessertes Bus-Netz, ein beheiztes Schwimmbecken, mehr Angebote für die Jugend oder den Straßenbau nutzt, steht noch in den Sternen.

Titelfoto: 123RF/Marian Vejcik

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