Finanzskandal im Vatikan: Schweiz hilft bei Ermittlungen

Vatikanstadt - In den Ermittlungen zu einem Finanzskandal rund um ein Immobiliengeschäft des Vatikans hat die Staatsanwaltschaft des Kirchenstaats Unterstützung aus der Schweiz erhalten.

Blick auf einen fast leeren Petersplatz in Vatikanstadt, auf dem einige Polizeibeamte stehen.
Blick auf einen fast leeren Petersplatz in Vatikanstadt, auf dem einige Polizeibeamte stehen.  © dpa/Andrew Medichini/AP

"Beim Bundesamt für Justiz ist in dieser Sache ein Rechtshilfeersuchen eingegangen", sagte Sprecher Raphael Frei der "NZZ am Sonntag". 

"Mit diplomatischer Note vom 30. April 2020 hat das Bundesamt dem Vatikan einen ersten Teil der ersuchten Unterlagen übermittelt." 

Genauere Angaben zum Ersuchen machte der Sprecher demnach nicht.

Die Justiz des katholischen Kirchenstaates ermittelt, weil beim Kauf eines Gebäudes im Londoner Stadtteil Chelsea durch das Staatssekretariat des Vatikans nicht alles mit rechten Dingen abgelaufen sein soll. 

Hat der Vatikan Spenden veruntreut?

Auch die vatikanische Finanzaufsicht geriet in den Verdacht, nicht richtig funktioniert zu haben. Laut Medienberichten sollen unter anderem Gelder aus dem Peterspfennig - einer weltweiten Spendensammlung - zweckentfremdet worden sein. 

Außerdem sollen sich die Verantwortlichen mit einem zwielichtigen Partner eingelassen und später versucht haben, die Vatikanbank anzupumpen.

Titelfoto: dpa/Andrew Medichini/AP

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