Gespartes Geld: Das passiert bei der Insolvenz russischer Banken

Leipzig - Nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine drohen Banken-Insolvenzen. Was geschieht mit dem angelegten Geld? Was Kunden von Tochtergesellschaften russischer Banken wissen sollten.

Wird eine Bank zahlungsunfähig, sind die Einlagen bis zu einer gewissen Grenze geschützt. Das gilt auch die europäischen Töchter russischer Banken.
Wird eine Bank zahlungsunfähig, sind die Einlagen bis zu einer gewissen Grenze geschützt. Das gilt auch die europäischen Töchter russischer Banken.  © Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn

Um noch Zinsen zu bekommen, legen viele Sparer ihr Geld auf Tages- oder Festgeldkonten bei ausländischen Banken an. Wird eine Bank zahlungsunfähig, sind die Einlagen bis zu einer gewissen Grenze geschützt.

Das gilt auch für alle, die ihr Geld bei der europäischen Tochter einer russischen Bank angelegt haben, erklärt Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen.

Dazu gehören zum Beispiel die Sberbank Europe AG (Wien) und die VTB Europe SE (Frankfurt/Main). Die gesetzliche, europäische Einlagensicherung schützt Beträge von bis zu 100.000 Euro je Sparer und Bank.

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Für die VTB Europe SE gilt möglicherweise über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken eine noch höhere Sicherungsgrenze.

Aktuell kommen Sparer nicht unbedingt selbst an ihr Geld. So wurde gegenüber der Sberbank Europe ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot verhängt.

Als Ausnahme davon können laut Verbraucherzentrale maximal 100 Euro pro Tag an die Einleger ausgezahlt werden.

Unterlagen sicherheitshalber bereithalten

Was können Bankkunden tun? "Sinnvoll ist es, die Vertragsunterlagen schon mal rauszusuchen und auf Vollständigkeit zu prüfen", rät Andreas Eichhorst.

Wichtig ist außerdem: Dass die Kontaktdaten, die bei der betroffenen Bank hinterlegt wurden, auf dem aktuellen Stand sind.

Denn springt der Einlagensicherungsfonds ein, kontaktiert er die Verbraucher und Verbraucherinnen mit der Bitte um Mitteilung, wohin das Geld überwiesen werden soll.

Betroffene Anleger bekommen automatisch ein Schreiben der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken.

"Sie übernimmt die Abwicklung für die Entschädigung, welche entsprechend der gesetzlichen Regelungen innerhalb von zehn Arbeitstagen erfolgen soll", so der Verbraucherexperte.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn

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